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Trauung

 

Sie wollen heiraten?

Herzlichen Glückwunsch!

Für eine kirchliche Trauung ist übrigens die standesamtliche Heirat Voraussetzung

Einige Gedanken zum Überlegen.  
Wann und wo kann die Hochzeit sein?  
Welcher Pfarrer ist zuständig?  
Wie läuft solch ein Traugottesdienst ab?  
Können wir mitgestalten? Was ist bei der musikalischen Gestaltung zu beachten?  
Trauspruch  
Fotografieren, Blumenschmuck  
Mein Partner ist katholisch  
Wir haben schon Kinder  
Einer von uns ist geschieden  
Wir haben ein Hochzeitsjubiläum  
Welche Hochzeitsjubiläen gibt es denn?  
Welche Formulare müssen ausgefüllt werden?  

 

Einige Gedanken zum Überlegen

"Bist Du denn verrückt?" fragt nicht nur die "beste" Freundin, auch der geschiedene Mitarbeiter in der Firma weiß, dass sich eine Ehe nicht lohnt: "Bringt nur Stress". Ein Drittel aller Ehen in Deutschland werden geschieden, mit steigender Tendenz. Keine Warnung?

Heiraten ist nach wie vor im Trend. Die meisten heiraten im "Wonnemonat" Mai, dicht gefolgt vom August. Viele sind "Wiederholungsheirater"; ihre Trauungen fallen nicht weniger aufwendig aus.

Vom zärtlichen ins Ohr geflüsterten Gedanken: "Was hältst du eigentlich...?" über den Tipp des Steuerberaters: "Finanziell gesehen würde es nicht schaden, wenn noch Sie in diesem Jahr", die Auswahl des Stammbuches: "Oder soll es eins aus Leder sein?", den nicht zurückzuhaltenden Tränen bei der kirchlichen Trauung bis zum Morgen danach "Ganz so habe ich mir das doch nicht vorgestellt...!" - Es ist ein weiter Weg zur Ehe. Die Zeit aber, die gemeinsam verbracht wird, ist um ein vielfaches länger. Den Jahren nach gerechnet und das Durchschnittsalter der Trauwilligen berücksichtigt, etwa 60 Jahre.

Mann und Frau passen nicht zueinander, wird häufig scherzhaft behauptet und irgendwie stimmt es. Sie müssen erst zueinander finden: der Mann zur Frau, die Frau zum Mann, weil sie ganz unterschiedlich sind.

Wenn zwei Menschen zueinander "ja" sagen, dann in der Absicht, sich so zu nehmen, wie sie sind, obwohl sie sich wahrscheinlich nie ganz kennen werden. Im Grunde ist die Hochzeit eine Willenserklärung: "Ja, mit dir werde ich es versuchen".

Das liegt nicht nur an den unterschiedlichen Sozialisationen; den Rollen, in die sie hinein erzogen wurden, den väter- oder mütterlichen Vorbildern; den eigenen und fremden Erwartungen. Das liegt vor allen Dingen daran, wie es ihnen gelingt, den anderen als ergänzendes Gegenüber zu verstehen.

Im paradiesischen Zustand, so beschreibt es die Bibel, waren beide Menschen "einander Gehilfen". Weibliches kam zum männlichen oder männliches zum weiblichen hinzu, einer komplettierte den anderen als Mensch.

Viele Paare legen in der Trauhandlung großen Wert auf die Sätze der Pfarrerin bzw. des Pfarrers "Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden" oder "Vor dem heiligen Gott und vor dieser Gemeinde frage ich dich: Willst du sie (ihn) als deine Ehefrau (deinen Ehemann) aus Gottes Hand hinnehmen, sie (ihn) lieben und ehren, in guten und bösen Tagen nicht verlassen und allezeit die Ehe mit ihr (ihm) nach Gottes Willen führen, bis der Tod euch scheidet, so antworte: Ja, mit Gottes Hilfe.

Ein weitreichendes Versprechen.

Der Trauung in der evangelischen Kirche geht die standesamtliche Eheschließung voraus. Die Eheleute sind also rechtmäßig verheiratet, wenn sie zur Kirche kommen. Die Ehe ist kein Sakrament. Im Gottesdienst erhalten Frau und Mann den Segen Gottes für den Weg, der vor ihnen liegt. Falsche Wege sind möglich, Sackgassen nicht ausgeschlossen. Kirchlich heiraten bedeutet, die Ehe, all das, was in den nächsten Jahren kommen mag, unter den Segen Gottes zu stellen. Gott erklärt: Ich bin bei euch, helfe euch, gebe Mut und Trost. Fragt nach dem, was euch und den Menschen gut tut. Dann kann euer Leben gelingen.

Die kirchliche Trauung will, neben der standesamtlichen, dem neuen Ehepaar bewusst machen, dass der so genannte "schönste Tag" erst dann zum besonders schönen Tag wird, wenn er durch die nachfolgenden Jahre verifiziert wird. Er soll unvergesslich bleiben und deshalb verdient er, gut bedacht und entsprechend vorbereitet zu werden.

Ökumenische Trauungen sind zwar unter dem Gesichtspunkt ökumenisch, dass beide Pfarrerinnen bzw. Pfarrer im Gottesdienst mitwirken. Ihre Funktionen im Gottesdienst haben allerdings unterschiedliche Konsequenzen:

Version A: Trauung in der evangelischen Kirche: evangelische Trauung.

Version B. Trauung in der katholischen Kirche: katholische Trauung.

Eine katholische Ehe kann nach dem Recht der Katholischen Kirche nicht geschieden werden auch, da sie ein Sakrament ist.

Diese Einschränkung gibt es in der evangelischen Kirche nicht; eine erneute Trauung ist möglich.

Bis ans Ende ihrer Tage...

Waren früher Ziele einer Eheschließung auch soziale Absicherung und Nachwuchs, so steht heute überwiegend die Liebesbeziehung im Vordergrund. Ist die Liebe dahin, hält die Ehe vielfach nicht mehr.

Überhaupt: Scheidungen nehmen, gerade in der ersten Ehejahren zu. "Du bist nicht die, die ich erwartet habe, du erfüllst nicht meine Hoffnungen, du hast dich verändert, überhaupt, du bist anders, als ich dachte". Enttäuschungen stellen sich ein: Ich habe mich so nicht gekannt und den anderen so natürlich auch nicht. Ich habe mich getäuscht.

Auf dem Weg vom Single zur Partnerschaft spielt die Sexualität eine wichtige Rolle: Der Umgang mit Lust und Frust will gelernt sein. Des einen Erotik ist noch nicht des anderen Erfüllung. Männliche Bedürfnisse sind zuweilen vordergründiger als weibliche. Entscheidend ist nicht nur, dass es beiden Spaß macht, wie sie sich und ihre Körper erleben. Auch darüber sprechen zu lernen, was ihnen jeweils gut tut, führt zu weiterer Befriedigung.

Es ist nicht unwesentlich, für den anderen attraktiv zu bleiben. Neben der körperlich-attraktiven Seite gilt es, eine geistig-seelische Ebene zu finden. Es ist wichtig, bis ins Alter hinein "liebens-würdig" zu bleiben, für den Partner, die Kinder und Enkel, den Freunden, Kollegen oder Verwandten. So stellt die Ehe an Mann und Frau gleichermaßen höchste Anforderungen.

Häufiger gesellt sich in jüngster Zeit zur kirchlichen Trauung auch eine oder mehrere Taufen. "Das machen wir in einem", sagen sich nicht wenige Paare. Möglich ist die Integration beider so genannter kirchlicher Amtshandlungen in einem festlichen Gottesdienst immer. Die Frage des "Wie" und der Konsequenzen können im Traugespräch besprochen werden.

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Wann und wo kann die Hochzeit sein?

Zunächst: Sprechen Sie sich bitte wegen der Anmeldung so früh wie möglich mit Ihrem Pfarrer ab.

Gerade an den Wochenenden im Frühjahr und Sommer häufen sich nämlich Trauungen. Deshalb kann es passieren, dass an dem von Ihnen gewünschten Termin die Kirche nicht mehr frei ist, oder der Pfarrer, die Pfarrerin verhindert ist. Machen Sie also frühzeitig einen Termin für die Trauung aus.

Normalerweise wird das an einem Samstag sein, zwischen etwa 14.00 Uhr und 17.00 Uhr. Aber das können Sie natürlich auch anders vereinbaren.


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Welcher Pfarrer ist zuständig?

Zuständig ist für Sie normalerweise der Pfarrer oder die Pfarrerin, in dessen Bezirk Sie mit erstem Wohnsitz gemeldet sind. Viele Menschen wollen aber woanders heiraten, zum Beispiel da, wo Sie herkommen, in der Kirche, in der Sie getauft oder konfirmiert sind. Darüber müssen Sie sich natürlich mit Ihrem Partner einig werden.

Wenn Sie also in einer anderen, eigentlich nicht für Sie zuständigen Kirche heiraten wollen, sprechen Sie auf alle Fälle auch rechtzeitig mit dem dortigen Pfarrer oder der dortigen Pfarrerin. Dabei können Sie alles Weitere vereinbaren.


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Wie läuft solch ein Traugottesdienst ab?

Es gibt viele Möglichkeiten, einen Traugottesdienst zu feiern. Und selbstverständlich haben Sie dabei viel Gestaltungsspielraum und können auch Eltern, Freunde und Bekannte an der Durchführung mit beteiligen.

Es gibt freilich ein Grundmuster, das entsprechend variiert werden kann:

* Orgelvorspiel mit Einzug des Brautpaares (und der Trauzeugen)
* Begrüßung
* Lied
* Biblische Lesung und Gebet
* Trauansprache
* Lied oder Musik
* Trauung (mit Schriftlesung, Traufragen, Ringwechsel und Trausegen)
* Lied oder Musik
* Fürbittengebet und Vaterunser
* Schlusslied
* Segen
* Orgelnachspiel und Auszug


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Können wir mitgestalten? Was ist bei der musikalischen Gestaltung zu beachten?

Wenn Sie möchten, können Sie Vorschläge für die Gestaltung der einzelnen Stücke machen. Das wird vor allem die Lieder oder überhaupt die musikalische Gestaltung betreffen. Geeignete Lieder sind natürlich vor allem Lob- und Danklieder.
Aber auch Psalmen und Fürbitten bieten sich an. Das Fürbittengebet kann z. B. auch von Freunden oder Verwandten übernommen werden, ob nur gelesen oder sogar selbst verfasst Oft soll der Traugottesdienst eine besondere musikalische Gestaltung haben.

Wenn das Bekannte von Ihnen tun oder Sie das Ganze selbst organisieren, ist das kein Problem.
Wenn Sie dazu allerdings die übliche Organistin oder den Organisten benötigen, erwartet sie/er u. U. einen kleinen Obolus für seinen Mehraufwand.
Sprechen Sie aber auf alle Fälle rechtzeitig mit ihr/ihm über Ihre musikalischen Vorhaben. Den Kontakt stellen Sie am besten über den Pfarrer her.


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Trauspruch

Einen Trauspruch, der zu Ihnen passt, können Sie gerne selbst aussuchen. Ihr Pfarrer hilft ihnen aber auch gerne dabei oder sucht Ihnen einen aus. Dieser Trauspruch steht - so ist es jedenfalls gedacht - wie eine Art Motto über ihrer Ehe. Vergleichbar dem Tauf- oder auch Konfirmationsspruch. Es sollte sich dabei um ein Bibelwort handeln.

(hier eine kleine Auswahl)

Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen. (Josua 24,15)

Wo du hingehst, da will ich auch hingehen, wo du bleibst, da bleibe ich auch. (Ruth 1,16)

Verlasst euch auf den HERRN immerdar; denn Gott der HERR ist ein Fels ewiglich. (Jesaja 26,4)

Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Matthäus 28,20)

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. (Lukas 11,9)

HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. (Psalm 36,6)

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. (Johannes 15,5)

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. (Römer 15,7)

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus! (1. Korinther 1,3)

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist das Größte unter ihnen. (1. Korinther 13,13)

Alle Dinge bei euch lasst in der Liebe geschehen! (1. Korinter 16,14)

Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Galater 6,2)

Ertragt einer den andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. (Epheser 4,2.3)

Lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat. (Epheser 5,2)

Der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird es auch vollenden. (Philipper 1,6b)

Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat. (1. Petrus 4,10)

Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. (1.Johannes 4,16)


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Fotografieren, Blumenschmuck

Fotografieren ist in der Regel kein Problem. Seien Sie aber bitte so taktvoll und fotografieren Sie z. B nicht während der Gebete. Auch übertriebenes „Blitzlichtgewitter“ kann den Gottesdienst stören. Videoaufnahmen sind ebenfalls erlaubt. Vor allem, wenn die Kamera vorwiegend von einem Ort aus bedient wird und nicht mit Scheinwerfern ausgeleuchtet werden muss, stört sie kaum.

Wenn Sie Blumenschmuck möchten, sprechen Sie bitte mit dem zuständigen Küster oder der Küsterin, wann und wie Sie Zugang zur Kirche bekommen. Den Kontakt organisieren Sie über den Pfarrer. Die Kosten für den Blumenschmuck müssen Sie selber übernehmen.


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Mein Partner ist katholisch

Heutzutage sind sog. ökumenische Trauungen keine Seltenheit. Offensichtlich spielt die Konfession bei der Partnerwahl heute kaum eine Rolle mehr. Das war früher noch anders.
Eines muss allerdings klar gesagt werden: Ein ökumenische Trauung im eigentlichen Sinn gibt es nicht! Die beiden großen Kirchen konnten sich noch nicht auf eine gemeinsame Formel einigen.

Es gibt immer nur eine evangelische Trauung mit katholischer Beteiligung oder umgekehrt. Die "Hauptkonfession" richtet sich nach der Kirche, in der die Trauung stattfindet. Der gastgebende Pfarrer oder die Pfarrerin vollzieht dann in der Regel auch die eigentliche Trauzeremonie, während der Gast die Ansprache hält.
Normalerweise findet das Traugespräch dann auch mit jedem der beiden Pfarrer statt.

Wichtig für den katholischen Partner ist allerdings, dass er sich einen so genannten Dispens von der Formpflicht einholt. Denn: Nach katholischem Verständnis ist nur verheiratet, wer katholisch heiratet.
Wenn man das nicht will aber trotzdem als verheiratet anerkannt werden möchte - und dann auch zur Kommunion zugelassen bleibt, während man sonst "in Sünde" lebt - braucht man die oben erwähnte Erlaubnis (Dispens) der katholischen Kirche. Die stellt der zuständige katholische Pfarrer mit Zustimmung des Bischofs (Bischöflicher Dispens) aus.
Das klingt recht kompliziert, sollte in den meisten Fällen aber kein Problem sein.
Der Dispens von der Formpflicht ist natürlich auch nötig, wenn ein katholischer Partner „nur“ evangelisch (also nicht ökumenisch) heiratet.


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Wir haben schon Kinder

Sollten Sie bereits Eltern sein (oder nur Mutter oder nur Vater), dann haben Sie für sich die “herkömmliche Reihenfolge” in gewisser Weise umgekehrt. Ein Kind ist aber selbstverständlich kein Hindernis für eine Trauung!
Wenn das Kind noch nicht getauft ist, dann können Sie Taufe und Trauung durchaus auch zusammenfassen, wenn Sie möchten.
Wie das genau vonstatten gehen kann, klären Sie mit der jeweiligen Pfarrerin oder dem Pfarrer.


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Einer von uns ist geschieden

Ehen halten heute oft nicht mehr ein ganzes Leben. Dass die Zahl der Scheidungen so hoch ist, ist zwar traurig. Doch lässt sich das wohl nicht durch fromme Wünsche verhindern.
Wenn aber Vergebung für alle Schuld, für jede Sünde möglich ist, bedeutet das nach evangelischer Auffassung:
Auch Geschiedene dürfen eine zweite Chance in Anspruch nehmen und müssen nicht auf „ihr Scheitern” festgelegt bleiben. Sollten Sie also geschieden sein, reden Sie mit Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer über ihren Wunsch einer “weiteren” Trauung.
Die Möglichkeit, dass wir mit unseren Wünschen nach Glück, Gemeinschaft und Wohlergehen scheitern, ist immer gegeben. Diese Erkenntnis durchzieht die gesamte Bibel. Deshalb ergeben sich auf diesem Hintergrund manchmal sogar besonders intensive und persönliche Traugespräche.

Sollte der geschiedene Partner, den man heiraten möchte, allerdings katholisch sein, so ergeben sich noch etwas andere Fragen, weil die katholische Kirche von der Unauflöslichkeit der Ehe ausgeht und eine zweite (katholische) Trauung deshalb als ausgeschlossen betrachtet.
Klären Sie die noch offenen Fragen mit dem zuständigen Pfarrer.


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Wir haben ein Hochzeitsjubiläum

Ihre Hochzeit liegt schon 25, 50, 60, ... Jahre zurück?

Das ist ein Grund zum Feiern!

Vermutlich feiern Sie ohnehin im Kreis Ihrer Familie und Ihrer Freunde.

Sie können aber diesen Jubeltag ebenso wie damals mit einem Gottesdienst beginnen.
Und ebenso wie damals ist dieser Gottesdienst am schönsten, wenn Sie ihn in der Kirche feiern. Wenn Sie gebrechlich sind und die Kirche nicht mehr besuchen können, kann er selbstverständlich auch woanders stattfinden.

Der Ablauf des Gottesdienstes folgt dabei dem Schema des Traugottesdienstes, wobei freilich an die Stelle der eigentlichen Trauung ein Dank- und Segensgebet tritt. Darin wird für die gemeinsamen Jahre gedankt und gleichzeitig Gottes Segen für die weitere – und hoffentlich noch lange – gemeinsame Zeit erbeten.

Auch bei der Feier einer Silbernen, Goldenen oder Diamantenen Hochzeit wird die Pfarrerin oder der Pfarrer zu Ihnen kommen und mit Ihnen ein Gespräch führen, in dem Sie von Ihrer gemeinsamen Zeit erzählen können.
Dabei können Sie auch die äußeren Dinge, Blumen, Musik usw. klären. Damit verhält es sich ebenso wie bei einer "normalen" Trauung. Und die Hinweise dazu gelten entsprechend.

Natürlich müssen Sie anlässlich Ihres Jubiläums keinen Gottesdienst feiern. Das ist lediglich ein Angebot Ihrer Kirchengemeinde. Sollten Sie aber trotzdem auf den Besuch des Pfarrers oder der Pfarrerin Wert legen, dann müssen Sie oder einer Ihrer Angehörigen das vorher bekannt machen!

Die Pfarrämter haben nämlich über die Jubiläumstrauungen keine Kartei!

Denn viele haben nicht in der Gemeinde geheiratet, in der sie wohnen. Seien Sie also nicht zu sehr enttäuscht, wenn Sie vergeblich auf Besuch des Pfarrers oder der Pfarrerin warten, denn sie wissen oft nicht, dass Sie einen Ehrentag haben.


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Welche Hochzeitsjubiläen gibt es denn?

Trauung grüne Hochzeit  
nach 0,09 Jahren Bier-Hochzeit  
nach 1 Jahr Baumwoll-Hochzeit  
nach 2 Jahren Plastik-Hochzeit  
nach 3 Jahren Leder-Hochzeit  
nach 4 Jahren Seiden-Hochzeit  
nach 5 Jahren hölzerne Hochzeit / Ochsen-Hochzeit / Windbeutel-Hochzeit / Gummi-Hochzeit  
nach 6 Jahren Ironhochzeit  
nach 6 1/2 Jahren zinnerne Hochzeit  
nach 7 Jahren kupferne Hochzeit  
nach 8 Jahren blecherne Hochzeit  
nach 9 Jahren Keramik-Hochzeit / Töpfer-Hochzeit  
nach 10 Jahren Rosen-Hochzeit / Tin-Hochzeit  
nach 11 Jahren stählerne Hochzeit  
nach 12 Jahren Leinen-Hochzeit  
nach 12 1/2 Jahren Nickel-Hochzeit / Petersilien-Hochzeit  
nach 13 Jahren Kristall-Hochzeit / Lace-Hochzeit / Spitzen-Hochzeit  
nach 14 Jahren Elfenbein-Hochzeit  
nach 15 Jahren gläserne Hochzeit / Veilchen-Hochzeit  
nach 20 Jahren Porzellan-Hochzeit  
nach 25 Jahren Silber-Hochzeit  
nach 30 Jahren Perlen-Hochzeit  
nach 33 1/3 Jahren Knoblauch-Hochzeit  
nach 35 Jahren Leinwand-Hochzeit / Korallen-Hochzeit  
nach 37 1/2 Jahren Aluminium-Hochzeit  
nach 40 Jahren Rubin-Hochzeit  
nach 45 Jahren Messing-Hochzeit  
nach 50 Jahren Goldene Hochzeit  
nach 55 Jahren Platin Hochzeit  
nach 60 Jahren diamantene Hochzeit  
nach 65 Jahren Eiserne Hochezit  
nach 67,5 Jahren Steinerne Hochzeit  
nach 70 Jahren Gnaden Hochzeit  
nach 75 Jahren Kronjuwelen Hochezit  

 

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Welche Formulare müssen ausgefüllt werden?

Für die Hochzeit muss natürlich ein Formular ausgefüllt werden. Dies werden wir gemeinsam bei einem Gesprächstermin erledigen. Sie können hierfür folgende Informationen schon bereitlegen:

Für Braut und Bräutigam:

Name, Vorname, Geburtsname, Name nach der Eheschließung, Tag und Ort der Geburt, Tauftag, Taufkonfession, Taufort und Kirche, Konfirmationstag und -ort und -spruch, jetzige Konfession, Familienstand vor Eheschließung, Beruf, Wohnort, Straße, Hausnummer.

Beide Elternteile:

Name, Vorname, Beruf, Familienstand, Konfession.

Sonstiges:

Ort der Trauung, Trauspruch, Standesamtsregister mit Ort und Jahr und Nr., Wer traut, Tag der Eheschließung, Tag der Trauung, Wohnung nach der Verheiratung.


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