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Taufe

 

Sie wollen Ihr Kind taufen lassen?

Sie freuen sich über die Geburt Ihres Kindes. Das ist gut so. Wahrscheinlich haben Sie aber auch gemerkt, dass sich der ganze Lebensrhythmus wandelt. Und auch, wenn es nicht das erste Kind ist, immer wird durch die Geburt eines Kindes die Familie verändert. Sie wird bereichert.

Irgendwann taucht vielleicht die Frage auf: "Sollen wir unser Kind taufen lassen?" Dann sind Sie bei Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer an der richtigen Adresse.


Es gibt allerdings schon einige Fragen und so dies und das zu klären

 

Wann kann die Taufe sein?  
Wie läuft sie ab?  
Welche Unterlagen brauche ich?  
Wie ist das mit dem Taufspruch?  
Wie ist das mit den Paten?  
Wer hält das Kind? Fotos? Taufkleid  
Was ist, wenn mein Kind schon älter ist?  
Welche Formulare müssen ausgefüllt werden?  
     
Taufbroschüre von der EKHN im pdf Format  


Einige Gedanken zum Überlegen

Es ist endlich da!

 

Alles ist dran, es schläft viel und hat, wenn es wach ist, immer Hunger. Endlich geboren, nach neun langen Monaten, abgenabelt und noch hilflos. Ein Kind Gottes.

 

Mütterliche oder väterliche Gefühle stellen sich ein; die Frau, die ein Kind in sich wachsen spürte, ist dem Mann ungleich weit voraus. Trotz möglicher gemeinsamer Geburtsvorbereitung. Was in ihr lange schon lebendig war, ist ihm endlich sichtbar vor Augen. Der Kinderwunsch vor Jahren entstanden: Bei ihr oder ihm, bei ihm oder ihr, bei beiden in ihrer Beziehung. Möglichweise in dieser Reihenfolge. Teil des eigenen Lebensentwurfes, ohne ursprünglich auf einen bestimmten Menschen gezielt gedacht gewesen zu sein.

 

Es ist da.

 

Rückblick: Da waren beide, Frau und Mann und ihre Lust, das Ausbleiben der Regel, der

B-Test aus der Apotheke, die ersten Untersuchungen und Ultraschallbilder, das tägliche Spucken und Regungen des neuen Lebens im Bauch der Frau, Eifersucht auf das Kind, verhinderter Sex, eine sich ändernde Partnerschaft und sich auf das Berufsleben auswirkende Perspektiven nach der Geburt...

 

Die Geburt eines Kindes verdient eine Dank- oder Lebensfeier. Kirchlich gesehen gibt es dazu das Fest oder das Ritual der Taufe. Leben hat sich in den vergangenen Monaten entwickelt. Wie ein Geschenk ist das Kind da, ohne dass man dafür etwas getan haben müsste. Unabhängig von dem Mann, der Frau, ist etwas herangewachsen, in dem beide, womöglich sogar ein Teil beider Familien, sich wieder finden werden. Und: Immer weniger Menschen in Europa wird dieses Glück zuteil, weil offensichtlich Fruchtbarkeit und Zeugungsfähigkeit abnehmen.

 

Es gab Zeiten, in denen niemand lange diskutierte, ob und wann ein Kind getauft werden sollte. Da beschlossen ein irgendwie gearteter Familienrat oder die Großmutter: "Die Pfarrerin oder der Pfarrer wird gerufen und das Kind am kommenden Sonntag zu Hause getauft. Damit ihm nichts passiert. Man geht nicht man mit einem ungetauften Kind aus dem Haus. Sonst könnte der Teufel ja seine Hand danach ausstrecken, und was würden die Nachbarn sagen?"

 

Da hat sich manches geändert.

 

Heute entscheiden Eltern oder der eher religiös Geprägte in der Familie, ob ein Kind getauft wird. Zuweilen ganz pragmatisch: weil es einfach dazugehört, das neue Leben mit einem Fest zu beginnen.

 

In der frühchristlichen Zeit wurden Erwachsene getauft. Wenn jemand Christus in seinem Leben für wichtig hielt, bekannte er sich damit öffentlich zu ihm. Er trug "Christ" als zusätzlichen Namen, verabschiedete sich von seinem bisherigen Leben, ließ es symbolisch durch Wasser abwaschen, sich ganz untertauchen und war für sein neues Leben "gereinigt". Christliche Werte und Verhaltensmuster wurden Grundlage seines Lebens. Immer häufiger wurden später Kinder getauft, weil die neuen Mitglieder einer Familie zur christlichen Familie dazugehören sollten.

 

Die Heilige Taufe als Lebensfest. Taufe heißt: Wir freuen uns, und das neue Leben soll gefeiert, geheiligt werden. Viele Eltern reflektieren erstmals die religiöse Dimension einer Geburt, das Geschenk eines neuen Menschen und empfinden tiefe Dankbarkeit. Immer mehr Eltern lassen deshalb ihr Kind taufen.

 

Das schließt ein Bekenntnis zur christlichen Gemeinde ein.

 

Dazu gehört auch die Sitte, für das Kind Paten auszuwählen. Ursprünglich sollten Paten die Eltern ersetzen, für den Fall, dass diesen etwas passieren könnte, und das Kind in ihren Haushalt nehmen. Der Gedanke passt allerdings nicht mehr in unsere Zeit. Wenn die Eltern es nicht testamentarisch festgelegt haben, haben die Paten den Status von Fremden und kommen als Eltern nicht in Frage. Vielmehr sind sie Wegbegleiter des Kindes. Ihre religiöse Prägung oder Kompetenz geben sie dem Kind mit, allein hierin besteht ihre vorrangige Aufgabe.

 

Die Paten müssen Mitglieder einer der beiden christlichen Kirchen sein oder zur Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen gehören.

 

Sie legen das Versprechen ab, dafür zu sorgen, dass das Kind die christliche Gemeinde kennen lernt und erziehen es im Glauben. Zumindest ein Elternteil wird ebenso der Kirche angehören, ist doch auch in ihm der Wunsch nach einer Taufe des Kindes entstanden.

 

Im sonntäglichen Gottesdienst trifft sich die Gemeinde. In zahlreichen Gemeinden gibt es Tage vor der Taufe ein oder mehrere Taufgespräche, in denen Sinn und Ablauf der Heiligen Taufe besprochen und Gestaltungsvorschläge für die Feier diskutiert werden. Taufeltern, Paten, weitere Menschen aus der Gemeinde und die Pfarrerin oder der Pfarrer bereiten den Gottesdienst vor. Jährlich wiederkehrende Tauferinnerungen bilden Grundlagen für ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl.

 

Das ist das Angebot der Kirche: Ein Ort, in dem das Menschsein geübt und gelebt werden soll, in dem Menschen darauf vertrauen dürfen, dass sie Unterstützung in Krisenzeiten erfahren.

 

Wasser zur einmaligen Reinigung.

 

Ursprünglich bedeutet die Taufe Reinigung. Sie knüpft daran an, dass Johannes der Täufer am Jordan die Umkehr und die Reinigung von den Sünden gepredigt und u. a. Jesus getauft hat (Markus 1,4 + 9). Gemeint waren und sind dabei allerdings nicht einzelne Verfehlungen und Irrtümer, sondern die Sünde an sich, der Zustand der Gottesferne überhaupt. Deshalb kann die Taufe als Zusage Gottes nur ein einziges Mal gefeiert werden. Vergleichbar ist das Taufgeschehen am ehesten mit der Beschneidung der Juden (am 8. Tag nach der Geburt) als Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk Israel. Wiedertaufen oder ein "Umtaufen" sind deshalb Widersprüche in sich selbst (man kann nicht zweimal beschnitten werden).

 

Und das heißt umgekehrt, dass die Taufe von allen christlichen Konfessionen gegenseitig anerkannt wird. Sie ist quasi das einzige “ökumenische” Sakrament.

 

Verkündigung und Aufnahme in die Gemeinde

 

Zur reinigenden Kraft des Wassers muss aber als zweites und entscheidendes das Wort Gottes treten, die Verkündigung des Evangeliums von der Gnade und Liebe Gottes. Denn die Taufe ist Taufe auf den Namen des dreieinigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes (Matthäus 28,19). Das unterscheidet sie von Reinigungshandlungen in anderen Religionen.

 

Taufe bekundet das zunächst einseitige Angebot Gottes, uns zu seinen Kindern zu machen. Die Taufe symbolisiert die uns entgegengestreckte Hand Gottes; zeigt seine bedingungslose Liebe, die prinzipiell jedem Menschen gilt.

 

Taufe ist aber auch gleichzeitig Aufnahme in die Gemeinde Jesu Christi. Sie nimmt den Täufling in die Gemeinschaft der Christen hinein. Deshalb findet sie in der Regel in der Öffentlichkeit statt und ist nicht nur eine private Familienfeier. Auch die Gemeinde freut sich darüber, wenn sie ein neues Gemeindeglied hinzubekommt.

 

Glaube als Entscheidung für Christus

 

Aber das öffentlich verkündigte Wort Gottes und die Taufe sind noch nicht alles. Als drittes Element muss der Glaube hinzutreten, der das Geschenk der Liebe Gottes annimmt und Ja sagt zu dem Angebot Gottes Kind, sein zu dürfen.

 

Doch damit fangen für manche die eigentlichen Probleme erst an. “Denn wie kann ein kleines Baby seinen Glauben bekennen?” Viele Konfessionen und Gruppen haben diese Frage dahingehend gelöst, dass sie die Kindertaufe generell ablehnen. Auch in unseren Gegenden war das immer wieder einmal "in Mode", sodass die Taufe von Konfirmandinnen und Konfirmanden als Folge dieses Denkens keine Seltenheit mehr ist. Und das Argument, dass erst getauft werden soll, wer sich seines Glaubens sicher ist, ist auf den ersten Blick ja auch schlagend.

 

Und doch wird nirgends so deutlich wie bei der Kindertaufe, dass in der Taufe Gott auf den Menschen zugeht und nicht umgekehrt. Wie im Alten Testament durch die Beschneidung der Söhne am 8 Tag nach der Geburt, gilt der Bund Gottes auch heute schon den Kindern. Sicher ist unerlässlich, dass der Mensch im Glauben Antwort gibt auf das, was Gott ihm anbietet; nämlich seine Liebe, Vergebung und Ewiges Leben durch den Glauben an Jesus Christus. Weniger entscheidend ist, wann dieses Angebot Gottes durch die Taufe an dem Menschen “verdeutlicht” wurde.

 

Außerdem wird der Glaube stellvertretend von den Eltern und Paten bezeugt und (hoffentlich) vorgelebt. Sie übernehmen die Verantwortung dafür, das Kind auf das noch ausstehende bewusste Ja zu Gottes Angebot in der Taufe hinzuweisen. Aber das Gnadenangebot Gottes gilt ihm schon jetzt. Deshalb taufen wir Kinder.

 

Eltern, Paten, ja die ganze Gemeinde sollen den Kindern mit ihrem Leben, ihrem Auftreten, ihrer Liebe nahe bringen, was diese Gnade Gottes bedeutet. Sie bekunden diese Absicht, indem sie vor der versammelten Gemeinde Ja zur Taufe sagen. Dabei können und sollen die Paten ihr Amt durchaus auch kritisch gegenüber den Eltern wahrnehmen. Früher wurden sie sogar durch die Gemeinde bestimmt!

 

Trotz allem aber ist von dem jungen Menschen irgendwann die eigene Entscheidung für die Gemeinde Jesu Christi gefordert: Die Konfirmation ist der Versuch, bewusste Antwortmöglichkeit auf das Taufereignis zu ermöglichen. Doch die Ernsthaftigkeit der Antwort bzw. der Glaube kann weder "geprüft" noch abgefragt, oder durch die Konfirmation “bescheinigt” werden.

 

Er muss sich immer neu im Leben bewähren. Und, so Martin Luther über das Geheimnis des Glaubens, “er ist keine Leistung, sondern Gottes freie Gnade”.



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Wann kann die Taufe sein?

Die Taufe erfolgt in einem Gottesdienst. Es gibt bei uns schon bestimmte Taufsonntage, wir versuchen jedoch so gut es geht, Ihre Terminwünsche zu berücksichtigen. Der erste Schritt wird darum sein, dass Sie Ihre Pfarrerin oder Ihren Pfarrer rechtzeitig anrufen, mindestens 4-8 Wochen vor dem gewünschten Tauftermin. Dabei erfahren Sie dann ob ihr Wunschtermin für die Taufe möglich ist.

 

Voraussetzung für die Taufe ist in der Regel, dass ein Elternteil der ev. Kirche angehört, bzw. dass bei evangelischen Paaren die Trauung vollzogen wurde. (Es ist auch möglich, Trauung und Taufe zusammen in einem separaten Gottesdienst zu vollziehen)

 

All das wird dann in einem Taufgespräch besprochen und geklärt, das Sie mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer vereinbaren.

 

Wenn Sie Ihr Kind in der Gemeinde taufen lassen, zu der Sie gehören, brauchen Sie außer dem Stammbuch, bzw. der Geburtsbescheinigung des Kindes keine weiteren Unterlagen.

 

Wenn die Taufe woanders stattfinden soll, müssen Sie bei Ihrem zuständigen Pfarrer (da, wo Sie polizeilich gemeldet sind) eine Erlaubnis holen. Diese heißt Dimissoriale. und wird in aller Regel ohne größeren Aufwand erteilt.



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Wie läuft sie ab?

Ist die Tauffeier Teil des sonntäglichen Gottesdienstes der Gemeinde, dann beginnt die Taufe häufig mitten im Gottesdienst mit

 

* dem Hinweis auf das Taufevangelium (Matthäus 28,16-20) als Schriftlesung.

 

* einer kleinen Ansprache (meist über den Taufspruch).

 

Dann folgt

 

* Die Frage an Eltern und Paten:

 

"Wollen Sie, dass das Kind auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft wird und versprechen Sie, nach bestem Wissen und Gewissen, es im christlichen Glauben zu erziehen, so antworten Sie ja.

 

* Daran schließt sich das gemeinsam gesprochene Glaubensbekenntnis an, gewissermaßen als Antwort auf die Frage und als Bekräftigung des Glaubens.

 

* Die eigentliche Taufe geschieht am Taufbecken. Der Kopf des Täuflings wird dreimal mit (warmem) Wasser übergossen. Dabei wird der Namen des Täuflings genannt und der Name des dreieinigen Gottes. Zum Schluss erhält der Täufling einen Segen.

 

Dies dauert knapp 10 Minuten. Danach geht der Gottesdienst seinen gewohnten Gang und Sie haben die Möglichkeit, entspannt und ohne Hektik daran teilzunehmen.

 

Findet die Taufe (z. B. bei einer größeren Anzahl von Täuflingen) in einem eigenen Taufgottesdienst statt, dann ist der eigentliche Taufteil durch Lieder, Biblischer Lesung und Fürbitten gerahmt. Der Gottesdienst dauert dann insgesamt etwa 30 bis 40 Minuten.


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Welche Unterlagen brauche ich?

Wenn Sie Ihr Kind in der Gemeinde taufen lassen, zu der Sie gehören, brauchen Sie außer dem Stammbuch, bzw. der Geburtsbescheinigung des Kindes keine weiteren Unterlagen.

 

Wenn die Taufe woanders stattfinden soll, müssen Sie bei Ihrem zuständigen Pfarrer (da, wo Sie polizeilich gemeldet sind) eine Erlaubnis holen. Diese heißt Dimissoriale. und wird in aller Regel ohne größeren Aufwand erteilt.



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Wie ist das mit dem Taufspruch?

Wenn Sie wollen, können Sie sich einen Taufspruch für ihr Kind auswählen. Dies ist ein Bibelvers, der Ihr Kind ein Leben lang begleiten soll. Meistens dient er auch als Grundlage zur Taufansprache.

 

Hier einige Beispiele:

 

1. So spricht der Herr: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. (Jesaja 43,1)

 

2. Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer. (Jesaja 54,10)

 

3. Jesus Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Johannes 8, 12)

 

4. Herr, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel. (Psalm 17, 8)

 

5. Herr, du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich. (Psalm 16, 11)

 

6. Alle eure Dinge lasset in Liebe geschehen. (1. Korinther 16, 14)

 

7. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. (Psalm 23, 1)

 

8. Gott, der Herr, hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. (Psalm 91, 11)

 

9. Jesus Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende (Matthäus 28, 20)

 

10. Denn der Herr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird dich nicht verlassen noch verderben, wird auch den Bund nicht vergessen, den er deinen Vätern geschworen hat. (5. Mose 4, 31)

 

11. Von allen Seiten umgibst du mich, o Herr, und hälst deine Hand über mir. (Psalm 139,5)

 

12. Jesus Christus spricht: Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. (Markus 10, 14)

 

13. Der Herr ist treu, der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. (2. Thessalonicher 3,3)

 

14. Danket dem Herrn; denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich. (Psalm 106, 1)

 

15. Ich will dir danken, Herr, mein Gott, denn deine Gnade reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue, so weit die Wolken gehen. (Psalm 108, 4+5)

 

16. Herr, dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. (Psalm 119, 105)

 

17. Bei dir, Herr, mein Gott, ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht sehen wir das Licht. (Psalm 36, 10)

 

18. Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen. (Psalm 37, 5)


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Wie ist das mit den Paten?

Der oder die Paten haben zum Täufling eine besondere Beziehung. So sollte es jedenfalls sein. Paten unterstützen die Eltern in der christlichen Erziehung der Kinder. Das heißt sie leben ihm beispielhaft vor, was christliches Leben bedeuten kann und sind bereit, mit den Kindern auch über Glaubensfragen zu sprechen.

 

Dazu müssen sie selbstverständlich einer christlichen Kirche angehören, also getauft und konfirmiert (bzw. gefirmt) und nicht ausgetreten sein. Dies wird in einem Patenschein beurkundet, den das für den Paten zuständige Pfarramt ausstellt. Ihn müssen Sie zur Taufe vorlegen. Wenn ein Pate, eine Patin der evangelischen Kirche angehört, sind auch weitere katholische Paten zulässig.

 

Übrigens gibt es keine fest vorgeschrieben Zahl von Paten. Es können also auch mehr als 1-2 sein.

 

Früher war es üblich, dass Täuflinge bei der Taufe ein Taufkleid anhatten. Es ist weiß, und diese weiße Farbe symbolisiert Reinheit. Von der Kirche her gibt es dazu allerdings keine Vorgaben; wir taufen auch in Jeans! Das Ganze ist eher eine Frage der Familientradition.



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Wer hält das Kind? Fotos? Taufkleid?

Üblich war früher, dass der Pate oder die Patin das Kind bei der eigentlichen Taufe hält. Andererseits fühlen sich die Kinder oft wohler, wenn sie eng bei Vater oder Mutter sein können in der für sie ungewohnten Umgebung.

 

Was das Fotografieren im Gottesdienst angeht, setzt dies ein wenig Taktgefühl voraus. So sollte z.B. während der Gebete nicht fotografiert werden. Auch unnötiges “Blitzlichtgewitter” wird von vielen eher als störend empfunden. Den Geist und die Stimmung des Moments "Taufe" kann man ohnehin nicht auf Fotomaterial bannen. Er bleibt in den Herzen der Beteiligten.

 

Außerdem stehen Ihnen Pfarrerin oder Pfarrer nach dem Gottesdienst für ein nachträglich gestelltes Erinnerungsfoto gerne zur Verfügung. Diese Fotos werden meist auch besser.



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Was ist, wenn mein Kind schon älter ist?

Sollte Ihr Kind schon älter sein, so hat es die Chance, seine Taufe bewusst mitzuerleben, so dass es sich später daran erinnern kann. Auf jeden Fall gilt ansonsten alles genauso wie bei der Taufe eines Säuglings. Sollte Ihr Kind allerdings schon dem Konfirmandenalter nahe sein, so überlegen Sie doch, ob es dann nicht im Zusammenhang mit der Konfirmandenzeit getauft werden soll.

 

Sollte es bei Ihrem Wunsch zu taufen nicht um Ihr Kind, sondern um Sie selbst gehen, dann ist das eine Erwachsenentaufe.

 

Die läuft ein wenig anders ab und steht meist in Zusammenhang mit dem Eintritt in die Kirche. Beachten Sie darum auch die unter diesem Stichwort gegebenen Hinweise.

 

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Welche Formulare müssen ausgefüllt werden?

Für die Taufe muss natürlich ein Formular ausgefüllt werden. Dies werden wir gemeinsam bei einem Gesprächstermin erledigen. Sie können hierfür folgende Informationen schon bereitlegen:

 

Täufling:

 

Name, Vorname, Tag und Ort der Geburt, Standesamt des Geburtsortes, Register-Nr., Wohnort, Straße, Hausnummer.

 

Vater und Mutter:

 

Name, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsname, Beruf, Konfession, Familienstand, Abweichende Wohnungen, Kirchliche Trauung mit Datum und Ort und Kirche.

Paten:

 

Name, Vorname, Konfession, Wohnort, Straße, Hausnummer.

Falls die Paten zu einer anderen Kirchengemeinde gehören benötigen diese auch einen Patenschein von Ihrer zugehörigen Kirchengemeinde.

Sonstiges:

 

Taufdatum, Taufort und Kirche.

 

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