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Berichte im Kreisanzeiger vom 08.10.2012

 

Weitere Schritt in Richtung Fusion der Dekanate

 

(Bericht aus dem Kreisanzeiger vom:

 

08.10.2012 – SCHOTTEN

 

 

Vertreter von Schotten votieren im Rahmen ihrer Herbsttagung für einen Zusammenschluss mit Nidda und Büdingen

 

(red). Die Ampel steht auf Grün für eine Fusion der Dekanate Büdingen, Nidda und Schotten, zumindest wenn es nach den Vorstellungen der Verantwortlichen im Dekanat Schotten geht. In einem Absichtsbeschluss haben die Vertreter aus 26 Kirchengemeinden mit rund 17 000 Gemeindegliedern im Rahmen der Herbsttagung ihren Willen bekundet, ab dem 1. Januar 2012 mit den Partnerdekanaten in der Arbeitsgemeinschaft zu fusionieren.

 

In einem Großdekanat sollen dann insgesamt 79 Kirchengemeinden mit 67 000 Kirchenmitgliedern durch einen Dekan und eine Dekanatssynode geleitet werden. Doch noch müssen die Synoden in Nidda und Büdingen Mitte November eine gleichlautende Erklärung abgeben. Und ob die Fusion unter Projektleitung des geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft wie geplant durchgeführt werden kann, hängt dann immer noch von den Voten der 79 Kirchenvorstände ab. Erst wenn auch sie dem Vorhaben zustimmen, können die Synoden einen endgültigen Beschluss zur Fusion fassen. Zuvor müssen aber wichtige Fragen geklärt werden, so beispielsweise, wo der Sitz des neuen Dekanats sein wird oder wie das neue Gebilde heißen soll. Auch die Arbeits- und Verwaltungsstruktur muss den neuen Bedingungen genügen. Diese offenen Punkte sollen möglichst im kommenden Jahr geklärt werden.

 

Dekan Wolfgang Keller. Foto: red

 

Propst Matthias Schmidt und Dekan Wolfgang Keller erläuterten zunächst, warum sie in dem Zusammenschluss eine gute Chance sehen, den Kirchengemeinden von Dekanatsseite auch weiterhin den Rücken zu stärken. „Ermutigen und ermöglichen, das sind die Aufgaben für einen Synodalvorstand und einen Dekan“, zitierte Schmidt den bekannten Vogelsberger Pfarrer Dr. Ulf Häbel. Dies sei angesichts zu erwartender rückläufiger Gemeindegliederzahlen und abnehmender Kirchensteuern nur auf festen und soliden Fundamenten möglich. In einem Großdekanat könnten auch die vorgesehenen personellen Einschnitte im Pfarrdienst besser aufgefangen werden. Zwar habe sich die Ausbildungssituation gebessert, doch die nachstrebende Pfarrergeneration könne kaum die Pensionierungswelle und die geplanten Einsparungen auffangen. Es helfe nicht, die Augen davor zu verschließen. Kreativität, Phantasie, aber auch Mut zur Zusammenarbeit seien jetzt gefragt.

 

Dekan Keller machte deutlich, dass sich im Zusammenspiel der Kirchengemeinden in pastoralen Räumen Möglichkeiten ergeben, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. „Es ist wichtig, dass wir das Heft des Handelns in der Hand behalten. Deshalb können wir nicht darauf warten, ob und wie eine Landessynode nach den Plänen der Kirchenleitung eine Fusion quasi verordnet. Lassen Sie uns den Zeitvorteil nutzen“, appellierte er an die Versammlung.

 

Dass es aber auch Bedenken gegen ein Großdekanat gibt, kam in dem Redebeitrag des Synodalen Dr. Johannes Brumhard aus Einartshausen zum Ausdruck. Kirche brauche Gesichter vor Ort. Dies sei ein einem riesigen Flächendekanat kaum zu gewährleisten. Dann sei mehr Ehrenamt gefordert. Doch wer motiviere dann die Ehrenamtlichen, fragte er in die Runde. Es müsse möglich sein, auch in anderen Strukturen den Herausforderungen zu begegnen.

 

Niddas Präses Gerhard Wolf erklärte, dass nach Gesprächen mit Vertretern der Kirchenverwaltung eine schriftliche Zusage vorliege, wonach im Zuge der Fusion keine Stellen gekürzt werden sollen. Die zukünftige personelle Ausstattung eines Großdekanats sei ein wesentlicher Faktor. Pfarrer Ernst-Detlef Flos aus dem Seemental sagte: „Ich freue mich auf ein fusioniertes Großdekanat.“

 

Bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen wurde die Beschlussempfehlung mit überwältigender Mehrheit angenommen. Sofern nun die Partnersynoden die gleiche Entscheidung treffen, können die weiteren Schritte und Überlegungen zur Fusion unverzüglich eingeleitet werden.

 

In einem weiteren Tagesordnungspunkt entlastete die Synode nach der Abnahme der Jahresrechnung 2011 den Vorstand. Die Frühjahrssynode wird am 22. März 2013 in Rudingshain stattfinden.

 

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