Evangelische Kirchengemeinde Gedern
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Berichte im Kreisanzeiger vom 16.11.2004

 

Arbeitsgemeinschaft hat sich bewährt

Arbeitsgemeinschaft hat sich bewährt: „Zusammenschluss nicht sinnvoll“ Aufgaben werden in den Dekanaten Büdingen, Nidda und Schotten gemeinsam gelöst NIDDA (pd). „Unsere kirchliche Arbeitsgemeinschaft der drei evangelischen Dekanate im Altkreis Büdingen arbeitet gut zusammen, erklärte Dekan Wolfgang Keller anlässlich eines gemeinsamen Treffens in Schotten. Dort hatte sich der geschäftsführende Ausschuss, das Leitungsgremium der Arbeitsgemeinschaft (AG) zu einer Arbeitstagung getroffen.

„Die Arbeitsgemeinschaft wurde vor drei Jahren aufgrund eines Kirchengesetzes gegründet. Die Gemeinden der drei Kirchenbezirke Büdingen, Nidda, Schotten hatten auf einer gemeinsamen Dekanatssynode hierzu ihr Plazet gegeben“, erklärte Hartmut Kinzer aus Altenstadt, der Dekanatssynodalvorstands-Vorsitzende des Dekanates Büdingen.

Zwischen den jährlichen gemeinsamen Synoden wird die Arbeitsgemeinschaft von einem geschäftsführenden Ausschuss gesteuert. ihm gehören die jeweiligen Dekane, die Vorsitzende/n der Dekanatssynoden und jeweils ein Mitglied des Dekanatssynodalvorstands (DSV) an. Derzeitiger Vorsitzender ist Dekan Wolfgang Keller aus Schotten.

Ziel der AG ist es, Aufgaben gemeinschaftlich zu lösen, die über den Einzugsbereich eines Dekanats hinausgehen. Im Übrigen behalten die Dekanate wie bisher ihre rechtliche Selbstständigkeit innerhalb ihres Bezirks, wobei ein Dekanat in ländlichen Bereich aus zwischen 15 bis 25 Kirchengemeinden besteht. Dekan Keller erläuterte gelungene Beispiele der Zusammenarbeit: „Im Bereich der Seelsorge haben wir gemeinsame erste Fortbildungen für Ehrenamtliche durchgeführt. Die mit Pfarrer Thomas Philipp, Ranstadt, besetzte Profilstelle für Mission und Ökumene fördert die Arbeit mit Partnerkirchen, zum Beispiel in Indien.

Seit August ist mit Gert Holle (Nidda) ein Journalist für die AG tätig. Er koordiniert die Öffentlichkeitsarbeit. Die Begleitung der ehrenamtlich tätigen Gemeindebrief-Redaktionen wird ein wichtiges Aufgabengebiet sein. Im Internet-Portal (www.kirchenfenster-bonus.de) sind schon jetzt erste Informationen aus den Dekanaten Büdingen, Nidda und Schotten abrufbar. Im Kunstwort „Bonus“ verbergen sich die Anfangsbuchstaben der drei Dekanate Büdingen, Nidda und Schotten.

Weitere Profilstellen werden in den Dekanaten Büdingen und Schotten errichtet. Auch in der Diakonie bietet das Diakonische Werk in Nidda dekanatsübergreifend Hilfen für Menschen im Altkreis Büdingen an.

„Die gelungene Zusammenarbeit wird weiter entwickelt. Wo es nötig ist, kooperieren wir. Im Übrigen arbeiten wir weiter dezentral in der Nähe der Menschen, behalten kurze Wege und flache Hierarchien. Es ist nicht nötig, dass wir uns in unserem ländlichen Bereich zu einem Groß-Dekanat zusammenzuschließen.“

„Die entsprechenden Pläne der Kirchenleitung werden in unserer Region sehr skeptisch gesehen. In unserer AG mit ihren 71 000 Christen sind wir „mittlere Ebene geworden. Wir wollen keine neue Rechtsform“, betonte Dekan Keller und Patzelt ergänzte‘. „Ein Dekanatszusammenschluss - wie beispielsweise in städtischen Regionen - ist für uns nicht sinnvoll. Wir sehen in den bestehenden Dekanaten größere Mitsprachemöglichkeiten der einzelnen Kirchengemeinden.“

 

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