Evangelische Kirchengemeinde Gedern
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Ja, gäb es keine Senioren

 

Ja, - gäb es keine Senioren

 

Ja gäb es keine Senioren, ging aller Wohlstand schnell verloren,

die Konjunktur hätt's furchtbar schwer und die Senioren müssten her.

Seht Euch die Urlaubszentren an: Wer füllt die Busse, füllt die Bahn?

Wer gibt dem Fahrer gar am Ende noch manche Mark als Zubrotspende?

Mallorkas Strände ständen leer, gäb es keine Senioren mehr.

Was sonst auch immer ist und sei: An uns Senioren kommt keiner vorbei.

 

Die Ärzte wären ungehalten, wir müssen sie am Leben halten!

Gäb es keine Senioren mehr, die Wartezimmer ständen leer.

Wer kennt sich aus mit Rheuma, Gicht, gäb es die Senionren nicht.

Wer sonst als wir, ist richtig krank? Wer stapelt Medizin im Schrank?

Obwohl wir die Gebühren hassen, füllen wir die Apithekerkassen.

Wer schreitet stolz voll Heldentum, mit neuen Hüftgelenken rum?

Die alten sind's ganz einwandfrei: An uns Senioren kommt keiner vorbei.

 

Wer , sag ich, geht heut noch zur Kur, sind das nicht meist Senioren nur?

Wer schaut uns Alten in den Rachen, wer lässt Gebiss und Zähne machen?

Und sei es noch so'ne Tortur, wir schaffen das mit viel Bravour!

Der Zahnarzt müsste Däumchen drehn, ließ sich bei ihm kein Rentner sehn.

Wer füllt die leeren Wartezimmer, ja das sind wir Senioren immer.

 

Wer stürzt sich in den Einkaufsrummel und hat noch Zeit zu einem Bummel?

Manch Kaufhaus wär zur Hälfte leer und manch Geschäft das gäb's nicht mehr.

Der Zustand wäre nicht zu fassen, wo sollte man die Rente lassen?

Ob Kaufhaus, Bäcker, Konditorei, an uns Senioren kommt keiner vorbei.

 

Kein Enkelkind würd je geboren, gäb es nicht vorher uns Senioren.

Zwar sind wir nur noch halb gesund und leiden an Gedächtnisschwund.

Trotzdem lebt sich's nicht unbequem, als Rentner lebt man angenehm.

Das Ganze Leben war nicht leicht bis man dies Alter hat erreicht.

Man sah manch schwere Jahre ziehen, man hörte viele Melodien.

Macht euch das Dasein jetzt nicht schwer, denn wir Senioren sind doch wer.

 

Dass wir nicht zu entbehren sind, das weiß inzwischen jedes Kind.

Die Altenheime, bitte sehr, - wo kämen die Bewohner her?

Wer füllt die Räume dort, - wer immer – es gäb nur leere Zimmer.

Sind wir auch alt und schon betagt, wir sind noch überall gefragt.

Nur, die uns Rentner so umwerben, die wollen meistens etwas erben.

Jedoch Senioren, da bleibt helle. Niemals vererben auf die Schnelle.

 

Doch gäb's uns nicht, die munteren Alten, die alles fröhlich mitgestalten.

Dann käm auch heute niemand her und dieser Raum er wäre leer.

Wir können jederzeit beweisen, wir sind noch längst kein altes Eisen.

In diesem Sinne, wie dem auch sei, An uns Senioren kommt keiner vorbei.

 

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