Evangelische Kirchengemeinde Gedern
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Vorstellung dern Fenster

 

Und der HERR erschien Abraham im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war.

Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tür seines Zeltes und neigte sich zur Erde.

(1. Mose 18.1und 2)

So begann der Prdigttext an diesem Sonntang dem 08.10.2006.

Dieser Gottesdienst wurde umrahmt auch vom Posaunenchor under Kinderkirch.

Im Anschluss wurden die 3 Bilder der Gemeinde näher erläutert.

   
Wir müssen nach oben gehen... Und richtig, hier erfahren wir weitere Worte über die drei Bilder.
   
   
   
Zunächst das Bild über der Empore. Alle Augen und Ohren hören auf ..... die erklärenden Worte
   
   
   
Das Bild über der Hochzeitstür wird erklärt. Das Bild über dem Taufbecken wird erklärt.
   
   
   
Die Sonnenstrahen scheinen durch das Bild Versöhnung, Hl. Geist. Nur erahnen läßt sich die schöne Farbgesteltung.
   

Diese Bild (in der Kirche angebracht) zeigt die Herkunft der Bilder.

 

(Originaltext)

Die drei Glasfenster der Stadtkirche in Gedern

stellen die Themenkreise

Schöpfung - Auferstehung - Versöhnung

(Vater -Sohn - Heiliger Geist) dar und wurden

vom Maler Uwe Pieper, Siegen entworfen.

Glastechniker Rainer Pokarsky, Eichelsdorf

gestaltet nach den Entwürfen

die farbenprächtigen Fenster.

Der Bastel- und Frauenkreis der evangelischen

Kirchengemeinde sorgte mit seiner großzügigen

finanziellen Unterstüzung dafür, dass die Fenster

im Herbst 2006 in die Kirche eingebaut wurden.

Wir danken allen Beteiligten sehr herzlich.

(Der Kirchenvorstand)

 

Nun noch der weitere Prdigttext an diesem Tag:

Liebe Gemeinde,

der Herr erschien Abraham in einem Hain namens Mamre und er sah drei Männer.

Wenn wir einmal hintan stellen, dass diese alte Geschichte in patriarchalischer Zeit von Männern geschrieben wurde, so ist doch erstaunlich, dass Gott dem Abraham in dreifacher Gestalt erschien.

Eine Gruppe, aber eben bestehend aus drei Personen.

In der theologischen Wissenschaft ist diese Geschichte seit langer Zeit, als ein Hinweis auf die Dreieinigkeit Gottes, die Trinität, verstanden worden.

Gott kommt den Menschen in dreifacher Gestalt nahe, er offenbart sich uns auf dreifache Weise.

Und so nimmt die Trinitätslehre – von vielen Christinnen und Christen leider kaum noch beachtet – in der christlichen Theologie eine zentrale Position ein.

Das wird deutlich darin, dass wir jeden Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes beginnen, das wird auch deutlich in den drei Artikeln des apostolischen Glaubensbekenntnis, mit dem Bekenntnis, zu Gott , dem Vater und Schöpfer des Himmels und der Erde, zu Jesus Christus, und dem letzten Artikel, in dem es heißt: Ich glaube an den Heiligen Geist.

Und auch der Taufauftrag an die Kirche beinhaltet die Aufforderung: „ .. taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!“

Diese Theologische Lehre von der Trinität Gottes wird auch in den drei Fenstern unserer Kirche aufgenommen und dargestellt.

So zeigt das grüne Fenster, das sie beim Betreten der Kirche über der Kanzel sehen, das Wirken Gottes als Schöpfer und Bewahrer der Welt, das blaue Fenster thematisiert unsere zentrale christliche Glaubenaussage, nämlich die Auferstehung Jesu Christi, die uns als Christinnen und Christen hoffen lässt, selbst Teil dieser Auferstehung zu werden, die uns hoffen lässt, dass wir durch Jesus Christus mit unserem Leben nicht mehr an der Grenze des Todes scheitern werden.

Und das rote Fenster, über dem Taufbecken, für viele das Schönste, der neuen Fenster, zeigt uns das Wirken des Heiligen Geistes inmitten dieser Welt.

Ich werde Interessierten gerne im Anschluss an den Gottesdienst ,die einzelnen Fenster in ihrer Farbgebung, Symbolik und Bildaussage , versuchen näher zu bringen.

Für jetzt aber soll deutlich werden: Alle drei Fenster verkünden uns den einen Gott, uns zwar in seinen drei Offenbarungswirklichkeiten, als Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Dargestellt ist also das dreifache Handeln des einen Gottes, in der sich der eine Gott auf verschiedene Weise offenbart.

Gott, der Vater, schafft und erhält die Welt

 Gott, Jesus, erlöst die Menschen und gibt ihnen Teilhabe an seinem Sieg über den Tod.

Gott sammelt und heiligt sein Volk durch seinen Geist.

Und dass es der eine Gott ist, der auf unterschiedliche Weise uns nahe zu kommen sucht, das wird deutlich in der in allen Fenstern auf unterschiedliche Weise dargestellten Sonne.

Sie ist das gemeinsame aller Fenster und dies weil die ersten Christinnen und Christen in der von Gott geschaffenen Sonne immer auch ein Zeichen der Auferstehung sahen. So müsste es wohl sein mit der Auferstehung, wie mit einem Sonnenaufgang nach langer Nacht und Dunkelheit, so muss es wohl sein, dass Gott durch die Auferstehung die Nacht des Todes überwindet und neues Leben schenkt.

 

 Wir nehmen in Gedern diese Tradition auf, wenn wir uns am frühen Ostermorgen noch in der Dunkelheit versammeln um dann während des Gottesdienstes, den Sonnenaufgang mitzuerleben.

Ich freue mich schon sehr darauf, wenn während der nächsten Ostermorgenfeier, das Licht des neuen Tages durch die Fenster dringen wird, wenn sich das grüne Fenster in seinem Licht uns zeigen und mit den anderen Farben der Fenster im Altarraum mischen wird.

Das ist eigentlich in der Symbolik, in seiner Lebendigkeit, als Auferstehungszeichen kaum noch zu überbieten und ich lade sie schon jetzt dazu ein.

Diese Fenster, liebe Gemeinde, sind also nicht nur schön, sie sollen auch predigen, sie sollen unsere Herzen erwärmen, unsere Gedanken auf die Reise zu Gott schicken und uns Gott näher bringen.

Der Kirchenvorstand und ich haben uns sehr bewusst für die Gestaltung und den Einbau dieser drei Fenster entschieden, ein durchaus ungewöhnliches Unterfangen in moderner Zeit.

War im Zuge der Reformation die Verkündigung mehr und mehr allein auf das Wort beschränkt, so wissen wir heute auch als Protestanten ne von der Besonderheit heiliger Räume und davon, dass Gott den Menschen nicht nur durch das gesprochene Wort verkündigt werden will, sondern auch durch Bilder, durch den Gesang, ja auch durch Symbolik.

Gott will mit allen Sinnen erfahren und geglaubt werden. Dazu mögen die neuen Kirchenfenster dienen.

Manche mögen vielleicht denken, man dürfe Gott nicht in Bildern darstellen und sich erinnern, wie Teile der Reformation, vor allem Calvinisten ob des Bilderverbots, damals die Kirche stürmten und alle Darstellungen entfernten.

Tatsächlich aber ist in den Bildern nicht Gott dargestellt, sondern eben das Wirken und das Handeln Gottes.

Die beiden menschlichen Darstellungen, beim Schöpfungsfenster und beim Auferstehungsfenster, stellen darum auch nicht Gott dar, sondern den Menschen, als Teil der Schöpfung, und den Menschen als Teilhaber, als Erbe, der Auferstehung.

Freilich ist der Mensch, und insofern wird dann doch auch Gott dargestellt, in der Ebenbildlichkeit zu Gott erschaffen.

Der Mensch, das Menschsein kann und soll nicht ohne Gott gedacht und gesehen werden.

Der Mensch ist Gottes Schöpfung, nicht als Krone, nicht als Zentrum des göttlichen Schöpfunghandelns, darum ist das menschliche Gesicht auch nicht genau im Zentrum des Bildes untergebracht, aber er hat als Geschöpf Gottes den besonderen Auftrag, in seiner Ebenbildlichkeit, Teil des Schöpfungsauftrages zu sein und zwar so, dass er die Schöpfung bewahren und erhalten soll.

Und auch die Auferstehung Jesu geschah nicht als Selbstzweck Gottes, sondern für uns. Christus ist für uns gestorben und für uns auferstanden.

Die Grenze des Todes trennt Gott und den Menschen nicht mehr.

Und Abraham sah Gott in drei Personen, die ihn im Hain Mamre besuchten, und als er sie sah, lief er ihnen entgegen  und fiel vor ihnen nieder.

So heißt es im 18 Kapitel des 1. Buches Mose.

Es ist mein Wunsch, dass diese drei Fenster in der dreifachen Darstellung des Handelns des einen Gottes, Teil unserer Anbetung in dieser Kirche werden mögen.

Diese Fenster sind etwas ganz Besonderes. Diese Fenster gibt es so nur in Gedern und nirgendwo sonst in der Welt.

Darum sollen sie in Gedern für die Menschen in Gedern auch Heimat werden, Teil ihrer Kirche, in der sie sich wohl fühlen und geborgen.

Mögen diese Fenster unsere Herzen bewegen, mögen sie Gott in der Welt verkünden und unseren Glauben stärken.

Amen

Das Infoblatt für die Gemeinde.

 

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