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Kirchenbrand 2004 KA vom 09.11.2004

 

Kreisanzeiger vom 09.11.2004

Ein ungewöhnliches, aber ein sehr gelungenes ,,Provisorium“

 

 

Gottesdienst zur Gederner Kirchweih im Feuerwehrhaus — Gedenken an den 26. Oktober 2004.

 

Von Wolfgang Kunert

 

GEDERN. „Wir sind nicht gekommen, um uns zu beklagen, sondern um uns zu bedanken.“ Ein Satz, gesprochen von Gederns evangelischem Pfarrer Kurt Johann zu Beginn des Gottesdienstes am Sonntag anlässlich der Gederner Kirchweih, als Dank an die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr.

 

Es waren Worte. die in Erinnerung an den 26. Oktober 2004 in einem ungewöhnlichen, aber gelungenen „Provisorium“ der Feuerwehrhaus in Gedern, von Johann gesprochen wurden. Nachdem die Kirche aufgrund des Feuers (der Kreisanzeiger berichtete) vorübergehend nicht mehr nutzbar ist, hatte die evangelische Kirche in Gedern die Gastfreundschaft der Feuerwehr angenommen und hielt den Kirchweih-Gottesdienst in der Fahrzeughalle ab.

 

Über 200 Gemeindemitglieder waren gekommen, um exakt an dem Tag, an dem sich die Weihe der evangelischen Kirche zum 157. MaI jährte, den Einsatzkräften den Dank für ihren Einsatz am Tag des Brandes zu überbringen. Was die Gemeinde mit einem großen Applaus sehr lautstark zum Ausdruck brachte.

 

Johann hatte in seiner Predigt besonders betont, dass man daher am Sonntag auch keinen „Trauergottesdienst“ abhalten sollte. Im Gegenteil, es sollte gefeiert werden, dass die Kirche noch steht, auch wenn sie durch die Flammen erheblichen Schaden genommen hat. Dieser sei höher als manche bisher geahnt hätten. Dadurch würde der Wiederaufbau auch erheblich länger dauern. Dies führe dazu, dass der Weihnachtsgottesdienst nicht in dem Gotteshaus abgehalten werden kann, erklärte der Pfarrer zum Abschluss des Gottesdienstes, der vom Posaunenchor und dem Kirchenchor begleitet wurde.

 

Aufgrund dessen, dass der Gottesdienst ab 10 Uhr im Feuerwehrhaus stattgefunden hatte, wurde der traditionelle Kerbbaum bereits um 9.30 Uhr von Feuerwehrleuten in Anwesenheit vieler Besucher vor dem ehemaligen Rathaus aufgestellt. Nach dem Gottesdienst hatten der Pfarrer und Gederns Erster Stadtrat Martin Hölker die ehrenvolle Pflicht zu erfüllen, den obligatorischen Fassbieranstich im Feuerwehrhaus vorzunehmen. Mit Bravour wurde diese Leistung vollzogen und somit der Gederner Kirchweih offiziell eröffnet. Was zahlreiche Burger im Anschluss daran nutzten, bis in die späten Abendstunden mit der Feuerwehr zu feiern.

 

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