Evangelische Kirchengemeinde Gedern
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Kirchenbrand 2004

Aus einer Veröffentlichung:

Kirchenfenster-BoNuS - Öffentlichkeitsarbeit in den
evangelischen Dekanaten Büdingen-Nidda- Schotten

(http://www.glaubeaktuell.net/portal/home/index.php)

 

"Heinkehnr der Gemeinde"     Gedern feiert zum Abschluss der Sanierungsarbeiten nach dem Feuer einen "normalen", aber nicht alltäglichen Gottesdienst.

(Gedern/gho)

Lichtdurchflutet und freundlich, einladend und akustisch ein Genuss – das ist die evangelische Kirche in Gedern gut ein halbes Jahr nach dem verheerenden Feuer am 26. Oktober 2004.
Über 600 Menschen hatten sich am Palmsonntag im Gotteshaus eingefunden und staunten nicht schlecht. Nur zu frisch waren die Erinnerungen in den Köpfen der meisten Besucher an verkohlte Balken, zerborstene Fenster, angesengte Bänke und rauchgeschwärzte Orgelpfeifen.

 

Die Kirche einen Tag nach dem Brand am 26. Oktober 2004

 

Mit einem Gemeindegottesdienst wollte die Gederner Kirchengemeinde wieder zur Normalität zurückkehren. Lange genug hatte man eine schwere Zeit ohne Kirche durchgemacht, an Weihnachten gar im Pfarrgarten einen Gottesdienst gefeiert. Doch dieser normaler Gemeindegottesdienst war alles andere als alltäglich.

Posaunen begrüßten die zahlreich erschienenen Gäste mit fröhlichen Klängen. Und Pfarrer Kurt Johann war die Freude an diesem Vormittag sichtbar ins Gesicht geschrieben. „Die schwere Zeit ohne Kirche ist vorbei, wir sind heimgekehrt.Dies ist einer der schönsten Tage in meinem Leben,“ eröffnete er den Gottesdienst. Und jeder, der die lodernden Flammen an jenem Oktoberabend gesehen und den entstandenen Schaden in den Folgetagen in Augenschein genommen hatte, konnte den Gederner Seelsorger gut verstehen. Bis aus dem Kirchturm heraus habe sich die Rauchsäule erhoben und wäre die Feuerwehr nicht gewesen, hätte die Gemeinde ihre Kirche sicher verloren, erinnerte sich der Seelsorger mit belegter Stimme. Was dann in der Folgezeit geschehen sei, könne nur mit dem Wort „Wunder“ umrissen werden. Menschen seien zusammengerückt, hätten Trost und Halt aneinander gefunden. Nur so sei es möglich gewesen, die Spuren des Brandes in so kurzer Zeit zu beseitigen. Und nicht nur das. Die Orgel erklingt wieder wie in besten Tagen, die Decke in der Kirche hat ein ähnliches Aussehen wie vor dem Rückbau im Jahre 1963 und die neu eingerichtete Beleuchtungsanlage taucht das Kirchenschiff in warmes Licht

 

 

"Das Ergebnis ist gelungen“, freute sich der Pfarrer und dankte der Feuerwehr für ihr umsichtiges und schnelles Eingreifen, den vielen Spenderinnen und Spendern für Geld und ehrenamtliche Hilfe, dem örtlichen Handwerk für die saubere und termingerechte Arbeit. Und die Gemeinde antwortete mit lang anhaltendem Beifall.

 

Musikalisch begleiteten Kinderkirche und Chor den Gottesdienst, der mit der Taufe des kleinen Benjamin deutlich machte, dass das Leben wieder in die Kirche eingezogen ist. Zum Abschluss des Gottesdienstes verteilten Kinder des Kindergartens an alle Besucher zur Erinnerung an diesen Tag Karten mit verschiedenen Segenssprüchen.

Im Anschluss an den Gottesdienst sprach die Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Edith Möbs, den Dank der Gemeinde an alle diejenigen aus, die an der Restaurierung beteiligt waren.

 

 

Auch der Patron der evangelischen Kirche in Gedern, Philipp-Konstantin Prinz zu Stolberg-Wernigerode, lobte besonders den Einsatz des örtlichen Handwerks, die Unterstützung durch die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und das Engagement von Kirchenvorstand und Pfarrer Kurt Johann.
Weitere Grußworte sprachen unter anderem Gederns Erster Stadtrat Willi Herbst, Reinhold Landmann von der gleichnamigen Baudekorationsfirma, und Wilfried Molz, der Leiter der Gesamtschule.

 

Nach dem Gottesdienst besichtigten die Gottesdienstbesucher ausführlich die renovierte Kirche.

 

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