Evangelische Kirchengemeinde Gedern
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Kirchenbrand 2004

 

Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Kirche ist offensichtlich groß

 

Bürger, Vereine und Unternehmen unterstützen Wiederaufbau des Gotteshauses in Gedern

 

 

GEDERN (wk). Die Bereitschaft der Menschen, in Not geratenen Mitbürgern oder Institutionen zu helfen, ist ungebrochen. Der Kreis-Anzeiger hatte sich daher dazu entschlossen, seine Leser darum zu bitten, der evangelischen Kirchengemeinde in Gedern bei der Finanzierung der Reparatur der Orgel unter die Arme zu greifen. Ein Aufruf, dem viele gefolgt sind, was ein Beleg für die Identifikation der Bevölkerung mit denen ist, die auf Hilfe angewiesen sind. Gestern wies der Kontostand unter dem Stichwort „Orgelhilfe“ ein Guthaben von 8 805 Euro aus.

 

Die bisher eingegangene Summe beinhaltet unter anderen vier größere Spenden. So entschloss sich der Vorstand der Volksbank unter Vorsitz von Manfred Bress, die Sanierung mit 5 000 Euro zu unterstützen. Bei der Übergabe unterstrich Bress, dass die Bank einen solchen Betrag nicht „jeden Tag“ leisten könne. Aber bei solch einem gravierenden Fall sei es für eine Bank, die den Anspruch erhebe, ein Geldinstitut in der Region für die Region zu sein, selbstverständlich zu helfen.

Helfen im Rahmen der Möglichkeiten war auch für Walter und Jürgen Oberheim von der Gederner Bäckerei „Herrnmühle“ eine Selbstverständlichkeit. Sie backten in der Weihnachtszeit ein besonderes Adventsgebäck, dessen Verkaufserlös zum Teil jetzt als Spende übergeben werde konnte. Bei dieser Aktion kamen mehrere hundert Euro zusammen, den die beiden Unternehmer auf 500 Euro aufrundeten. Ebenso war es für Roland Lapp, Besitzer des Rewe Supermarktes in Gedern, selbstverständlich, die Renovierung durch einen finanziellen Beitrag zu unterstützen.

Aber nicht nur Firmen folgten dem Aufruf. Beispielhaft sind hier die Frauen vom Lande aus Gedern zu nennen. Die Mitglieder halfen dem Vorstand und stellten 1 000 Euro zur Verfügung.

Pfarrer Kurt Johann dankte gestern allen Spendern. „Wir sind dankbar für jede Unterstützung.“ Dies gelte vor allem für die zahlreichen kleineren Einzelspenden aus der Bevölkerung. Hier flossen insgesamt weit über 1 500 Euro auf das Spendenkonto.

 

Bei dem Feuer am 26. Oktober entstand ein Schaden von weit über 400 000 Euro. Während die eigentlichen Kosten für die Sanierung von den zuständigen Institutionen übernommen werden, muss nach Aussage von Pfarrer Kurt Johann die Kirchengemeinde etwa 70.000,- Euro selbst aufbringen. „Einen erheblichen Teil der Summe werde dabei die Reparatur der Orgel verschlingen.“

 

Zur zeit würden die Renovierungsarbeiten „programmgemäß“ laufen, so Johann. Nach den Plänen des Kirchenvorstandes unter Vorsitz von Horst Kissel ist der Palmsonntag vorgesehen, an dem man „wieder nach Hause kommen will“ ‘so Kissel. Für diesen Tag ist der erste Gottesdienst in der sanierten Kirche vorgesehen. Ein Kraftakt, der noch erheblichen Zeit- und Geldaufwand erfordere, führte Johann aus. Weitere finanzielle Zuwendungen zur Unterstützung der Sanierung können unter dem Kennwort „Orgelhilfe“ auf Wunsch mit Spenden-Bescheinigung auf folgendes Konto der Kirche überwiesen werden:

 

 

Volksbank Büdingen, Kontonum­mer 40005110 (Bankleitzahl 507 613 33)

 

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