Evangelische Kirchengemeinde Gedern
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Kirchenbrand 2004

 

 

„Ein klares Zeichen, wie Gedern an seiner Kirche hängt“

 

Gesamtschule wandelte traditionellen Hausmusikabend zum Benefizkonzert um – Im nächsten Jahr soll einer Bläsergruppe gegründet werden.

 

Von Elfiede Maresch.

 

GEDERN. Seit Jahren ist die Gesamtschule Gedern mit ihrem Schul- und Hausmusikabend in der evangelischen Kirche zu Gast. So sei nach dem Brand des Gotteshauses sofort der Gedanke aufgekommen. „Hier müssen wir mithelfen!“ berichtete Schulleiter Wilfried Molz bei der Begrüßung: „Die Hilfsbereitschaft ist ein Zeichen, wie Gedern an seiner Kirche hängt!“ Dass man diesmal eng saß, nahm jeder gern in Kauf - die Veranstaltung fand in der Aula der Schule statt und erfreulicherweise waren an die 700 Besucher gekommen, unter ihnen auch Gederns Erster Stadtrat Willi Herbst und Hirzenhains Bürgermeisterin Elfriede Pfannkuche.

 

Die Jugendlichen Rene Weinel, Taja Neunobel und Dajana Uebel führten nicht nur durchs Programm, sondern zeigten auch Schwerpunkte des Musikunterrichtes auf. Offensichtlich gelingt es den beiden Musikpädagogen Ines Zajonc-Kaehler und Rolf Blenn. Jugendliche zu ganz unterschiedlichen musikalischen Aktivitäten zu motivieren. So legt man in der Förderstufe Wert darauf, dass die 11-bis 13-jährigen sich mit einem Instrument befassen, entweder mit Blockflöte oder mit Keyboard. Da erfreulicherweise einige der Schülerinnen und Schüler privat ein Instrument lernen, war es ein voller Chor aus Singstimmen, Gitarren, Bassgitarren und Keyboards der Klasse 5aG, der die beiden ersten Titel „Jedes Kind braucht einen Engel“ und das „Herbstlied“ von Cees West vortrug. Ines Zajonc-Kaehler bietet als wahlfreien Nachmittagsunterricht die Pop-Gruppe an, die noch ausgesprochener als der reguläre Unterricht auf die musikalischen Vorlieben der Jugendlichen eingehen und sie zur Gestaltung einladen kann. So waren es zwanzig Teenager, die singend und spielend mit Begeisterung ihre Lieblingstitel vortrugen: „Viva forever“ von den Spice Girls und „Eternal Flame“ von den Bangles.

 

 

Mit Poprhythmen ging es weiter. Die Klasse 8aG hatte für ihren Vortrag „Alles nur geklaut“ von den Prinzen und „Denn Du trägst keine Liebe in Dir“ von Echt ausgewählt. Geschickte Unterlegung durch Playback unterstrich das Flötenspiel der Klasse 5H die das südfranzösische „Sur le pont d‘Avignon“ und ein mittelalterliches Stück vortrug. Schon seit langen Jahren gibt der Gederner Bürger Alexander Gärtig Geigenunterricht. Er begleitete hier Kristin Müller aus der 6bG bei ihrem Violinvortrag von Johann Straußens „Schöner blauer Donau“ auf dem Klavier, und die Zwölfjährige brachte einen Hauch von Walzerseligkeit in den Raum. Die 6bR hatte sich für das lautmalerische „Kleine Vögel“ und „A dream“ entschieden. Auch Isabell Hofmann aus der 8aG nimmt Einzelunterricht. Mit Alexander Gärtigs Klavierbegleitung trug sie auf ihrer Geige Händeis „Largo vor und zeigte dabei schon ein technisch sicheres und ausdrucksvolles Spiel. An Temperament scheint es der Klasse 5bG nicht zu fehlen. Für ihre flott gebrachten Titel „Terz Rhythmus“ und ,,Boogie Woogie Boogie Hit“ gab es besonders lebhaften Beifall. Stings „Fields of Gold“ trugen Katrin Becker und Stefanie Kraus auf dem Keyboard vor. Erfreulicherweise haben sich Teenager aus vier Jahrgangsstufen in der Schulband zusammen gefunden, die Rolf Blenn leitet. Mit Schwung und dem schrägen Sound, der zu Stücken dieses Genres gehört, trugen sie Richard Rodgers „Blue Moon“ und Bill Withers „Lean on me“ vor. Bei letzteren sangen Isabell Schildbach, Laura Porter und Lisa Hedtke. Es ist schon Tradition, dass der Konzertabschluss selbstständig von der Klasse 10G gestaltet wird. Jan Steffen Böck, Dajana Uebel, Janina Peppel. Annika Geist, und Philipp Wöll sowie Dennis Müller (8aG) trugen das „The Pink Panther“ -Thema und „What‘s up“ von den 4 Non Blondes vor und brachten das vielköpfige Auditorium beim Refrain zum Mitklatschen.

 

 

Schulleiter Wilfried Molz bedankte sich bei allen Akteuren des Konzertes wie bei Ines Zajonc-Kaehler und bei Rolf Blenn und vergaß auch die Klasse 10G nicht, die bei den Vor- und Nacharbeiten dem Hausmeister half.

 

Pfarrer Kurt Johann knüpfte an seinen Dank ein kleines Versprechen: Zwar habe man nach dem Kirchenbrand alle Stadien von Verzweiflung bis Ermutigung durch Hilfsbereite durchlaufen. Allein bei der Reinigung und Neuinstallierung der Orgel müsse die Gemeinde 20 000 bis 25000 Euro aufbringen. Schon sei geplant, dass über dem Altarraum eine hellere Beleuchtungsanlage installiert werden solle: „Sie kommt auch dieser Schule beim Hausmusikabend 2005 zugute!“ Gederns Gesamtschule gehen die Ideen für den Musikunterricht nicht aus: im nächsten Jahr soll eine Bläsergruppe gegründet werden.

 

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