Evangelische Kirchengemeinde Gedern
Kirche > Kirchenbrand 2004 > GGG vom 11.11.2004

Kirchenbrand 2004 GGG vom 09.11.2004

 

Gederner Gasse Gusch vom 11.11.2004

 

Eine ungewöhnliche Kirb in Gedern und ein denkwürdiger Gottesdienst

 

Unter dem Stichwort Kirchweih erklärt uns das Lexikon: „Die Einweihung evangelischer Kirchen im Sinn einer ausdrücklichen Übergabe des Gebäudes an seine gottesdienstliche Funktionen erfolgt in feierlicher Form“.

 

Das Kirchweihfest war ursprünglich ein kirchlicher Feiertag zur Erinnerung an die Kirchweihe, meist mit Volksfest und Belustigungen (Kirmes, Kirta, Kirbe, Kilbe) verbunden. Quelle: www.wissen.de

 

In dieser ursprünglichen Bedeutung nahm auch die diesjährige Kirb in Gedern ihren Verlauf. Noch eine tiefere Bedeutung bekam die Kirb jedoch dadurch, dass auch der Kirbgottesdienst im Feuerwehrgerätehaus stattfinden musste/durfte/konnte, da durch den Brand in der evangelischen Kirche am 26. Oktober diesen Jahres die Freiwillige Feuerwehr Gastgeber war für die Gemeinde. Die am vergangenen Sonntag rund 500 Gläubige zählte.

 

„Ein Gottesdienst zur Kirchweihe in einem Feuerwehrgerätehaus ist sicherlich etwas Ungewöhnliches“ begann Pfarrer Kurt Johann in seiner Predigt. „ Ungewöhnlich auch die Umstände, die uns heute zusammenführen, auf den Tag genau 175 Jahre, nachdem unsere Kirche feierlich geweiht wurde.... Vergessen werden wir als Kirchengemeinde... nicht, wie knapp die Katastrophe durch den Einsatz der Feuerwehr verhindert wurde.

 

„Und so macht also das Ungewöhnliche doch auch ungewöhnlich viel Sinn, dass wir hier bei und mit denen... die unsere Kirche retteten , Gottesdienst anlässlich unserer Kirchweihe feiern. Und wir sagen Dank den Männern und Frauen der Feuerwehr für alle Mühe und allen Einsatz ... ein herzliches Dankeschön, den wir am besten vielleicht mit einem Applaus zum Ausdruck bringen“.

 

Nach einem herzlichen Applaus der Anwesenden fuhr Pfarrer Johann fort:

„Die Kirche in Gedern ist eben deutlich mehr als irgendein Gebäude aus Stein ….. Uns allen wurde bewusst, dass diese Kirche nicht nur ein altes Bauwerk ist, sondern ein sichtbares Zeichen für die Gegenwart Gottes bei uns in Gedern ist.

 

Kirchen- und Posaunenchor umrahmten die feierliche Handlung und nach dem Gottesdienst war auch der Fassbier-Anstich Aufgabe des Pfarrers, der unter Assistenz von Stadtrat Martin Hölker und Wehrführer Hans-Albert Menzel mit zwei Schlägen auch für den leiblichen Durst der Gemeinde das richtige Element reichte.

 

Wehrführer Hans-Albert Menzel, Pfarrer Kurt Johann und Stadtrat Martin Hölker (v.l.n.r.) mit dem Frischgezapftem Kerbbier im Feuerwehrgerätehaus Gedern am vergangenen Sonntag.

 

nach oben

zurück

 

KirchenvereinePfarrerKinderGemeindehausKirchePfarrbüro