Evangelische Kirchengemeinde Gedern
Kirche > Gottesdienst

Gottesdienst
Was ist ein Gottesdient?  
Welche Inhalte hat der Gottesdienst?  

Was passiert mit den Geldern der Kollekte (Teller am Ausgang), im Klingelbeutel, sonstige freiwillige Spenden?  
Handy im Gottesdienst  

 

Was ist ein Gottesdienst?

Das Wort Gottes ist wesentlich für die sonntägliche Versammlung.
Für uns Christen bedeuten Gottesdienste etwas Besonderes. Als fester Bestandteil des christlichen Lebens bieten sie immer wieder Gelegenheit zur Gemeinschaft mit Gott und unseren Mitmenschen. Die Gottesdienstteilnehmer finden hier die notwendige Ruhe und Muße, Gottes Wort zu hören. Hier können sie göttlichen Frieden empfangen, Gnade und Erlösung erlangen und die göttliche Liebe verspüren.

 

nach oben

 

Welche Inhalte hat der Gottesdienst?

Eingangsteil     Dauer ca. 20 Minuten

Musikalischer Eingang  
Begrüßung  
Eingangslied  
Votum

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Damit beginnt jeder liturgische Teil des Gottesdienstes

Psalmgebet

Es wird der Psalm des Sonntages gelesen.

Der Gottesdienst beginnt mit der Anrufung Gottes

Kyrie Mit den Worten Kyrie eleison (Herr erbarme dich) wurde früher der römische Kaiser begrüßt, die Christen bezogen diesen Ruf auf Gott und machten deutlich dass nicht der Kaiser, sondern Gott der Herr über ihr Leben ist.
Gloria Bekenntnis der Sünde und Gnadenwort gehören nach evangelischer Lehr zusammen, so wie auch Luther der Mensch Sünder und Gerechtfertigten zugleich ist. Als Lob stimmen wir ein in den Lobgesang der Engel zur Geburt Jesu auf dem Feld vor Bethlehem.
Kollektengebet Das Gebet beendete ursprünglich den ersten Teil des Gottesdienstes, der von Diakonen oder Laien gehalten wurde. Das Wort Kollekte komme nicht vom Geld einsammeln, sondern davon, dass sich die Gemeinde vor dem eigentlichen Verkündigungsteil, zu dem der Bischof oder der Priester dann mit der Heiligen Schrift in den Gottesdienst einzog, noch einmal sammelte.
Salutytio Der Bischof war mit der Heiligen Schrift in den Gottesdienst eingezogen und begrüßte so die Gemeinde. An dieser Stelle hätte die Salutatio eigentlich nur ihren Platz, wenn die Lesung nicht vom Pfarrer gelegen würde.
Schriftlesung In der Regel wird das Evangelium des Sonntages gelesen, es kann auch eine Epistel (Brief) oder ein alttestamentlicher Text gelesen werden.
Glaubensbekenntnis

Das eigentlich ökumenische, das heißt von allen Weltkirchen gleichermaßen anerkannte Glaubensbekenntnis ist das Nicaea-Constantinopulum. Wir sprechen allerdings das Apostolische Glaubensbekenntnis, das älter ist. Ursprünglich ist es nicht wesentlicher Bestandteil jedes Gottesdienstes und hatte seinen Platz nur bei der Taufe, oder zu besonders festlichen Gottesdiensten. Im Zeitalter des Bekenntnisnotstandes vieler Christen gewinnt es immer mehr an Bedeutung. Findet eine Taufe im Gottesdienst statt, so wird das Bekenntnis vor der Taufe und nicht an dieser Stelle gesprochen

Verkündungsteil    Dauer ca. 20 Minuten

Lied vor der Predigt

Früher wurde hier das so genannte Wochenlied gesungen, mittlerweile ist man von dieser Festschreibung abgekommen.

Predigt

Die Predigt ist nach evangelischer Lehre die Mitte des Gottesdienstes, was man auch optisch beim Anblick des Gottesdienstes sehen kann. Sie können im Übrigen leicht die Bedeutung der Predigt für den evangelischen Gottesdienst daran sehen, dass die Kanzel in evangelischen Kirchen immer eine erhöhte, auf jeden Fall aber gut sichtbare und zentrale Stelle einnimmt. In Gedern ist sie genau in der Mitte. In katholischen Kirchen erkennt man häufig, dass dort die Messe, die Eucharistie die zentrale Rolle einnimmt daran, dass der Altar die Mitte des Gottesdienstraumes ist. In der Regel sucht der Pfarrer sich den Predigttext nicht selbst aus, sondern ist verpflichtet den vorgeschlagenen Predigttext zu nehmen. Nur bei besonderen Gottesdiensten oder in der Regel einmal im Monat soll und darf er davon abweichen. In lutherischen Kirchen soll die Predigt zwischen 12 und 15 Minuten sein, in reformierten Kirchen dagegen etwa 20 Minuten.

Lied nach der Predigt

Beide Lieder rahmen die Predigt ein, um so wieder die zentrale Bedeutung deutlich zu machen.

Schlussteil     Dauer ca. 20 Minuten

Fürbittgebet

Hier sollen im Gegensatz zum Kollektengebet nur Bitten ausgesprochen werden. Alle Gebete schreibt der Pfarrer selbst. Sie stehen in keinem Formular. In der Regel soll dabei die Welt, die Kirche, und dann die Gemeinde bedacht werden.

Stille

Ein oft vernachlässigter Gebetsteil, in der der/die Gläubige in der Stille persönliche Anliegen vor Gott bringt. In der Regel sollte diese Stille wirklich eine Minute betragen.

Vaterunser

Das Gebet der Christenheit schlechthin, das in keinem Gottesdienst, übrigens auch in keinem Kindergottesdienst fehlen darf. Seine Bedeutung hat es durch die Tatsache, dass es und von Jesus selbst gelehrt wurde, was eigentlich für Jesus untypisch ist, denn er hat uns nichts befohlen zu tun, außer dem Vaterunser und den Einsetzungsworten des Abendmahles.

Abkündigungen

In vielen Gemeinden werden die Abkündigungen nach der Begrüßung durch den Kirchenvorstand vom Kirchenvorstand verlesen. Dabei sollte eine kurze Beschreibung des Kollektenziels erfolgen. Im Übrigen unterscheidet man offiziell nicht zwischen Kollekten für die eigene Gemeinde und anderen Kollekten, sondern zwischen Pflichtkollekten, deren Ziel durch die Landeskirchensynode beschlossen wurde, und so genannten freien Kollekten, über die der Kirchenvorstand frei entscheiden darf. Er kann sie für die eigene Gemeinde nehmen, er muss es aber nicht.

Segenslied

Es kann aber auch jede andere Segensformel gesprochen werden. Wichtig ist, dass der Gottesdienst mit denselben Worten endet mit denen er begann: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Musikalischer Ausgang

Gegenüber der Organistin ist es höflich wenn dieser musikalische Teil nicht als Rausschmeißer verstanden wird, sondern als eine Möglichkeit gute Musik zu hören.

nach oben

 

Was passiert mit den Geldern der Kollekte (Teller am Ausgang), im Klingelbeutel, sonstige freiwillige Spenden?

Kollekte:

Die Kirchensynode - quasi das Parlament der Kirche - beschliesst für jedes Jahr einen Kollektenplan. Dieser legt etwa die Hälfte der sonntäglichen Gottesdienstkollekten als "Pflichtkollekten" für gesamtkirchliche Aufgaben (z.B.: BROT FÜR DIE WELT, Jugendarbeit, Diakonisches Werk, Dritte-Welt-Arbeit, Missionswerke etc.) fest. Solche Kollekten werden an den jeweiligen Sonntagen im gesamten Kirchengebiet für den gleichen Zweck gesammelt. Der andere Teil der Kollekten sind "freie Kollekten", über deren Verwendung der Kirchenvorstand der jeweiligen Gemeinde entscheidet.

 

Kollektenplan 2009     nur in pdf-format von ekhn.de/inhalt/download/kollekt/08.pdf

Kollektenplan 2008     nur in pdf-format von ekhn.de/inhalt/download/kollekt/08text.pdf

Kollektenplan 2007     nur in pdf-format von ekhn.de/inhalt/download/kollekt/07text.pdf

Kollektenplan 2006     nur in pdf-format von ekhn.de/inhalt/download/kollekt/06text.pdf

Kollektenplan 2005     nur in pdf-format von ekhn.de/inhalt/download/kollekt/05text.pdf

 

 

Klingelbeutel:

Der Kirchenvorstand entscheidet über die jeweilige Verwendung dieser freiwilligen Spenden.

sonstige freiwillige Spenden:

Bei Ihrem sonstigen freiwilligen Spenden können Sie durch die Angabe des Verwendungszweckes selbst entscheiden für welchen Zweck Ihre Spende genutzt werden soll.

Dies könnten z. B. sein: Jugendarbeit, bestimmte Kirchenrenovierungsmaßnahmen, Brot für die Welt, Broschüren für die Altenarbeit - Konfirmanden und so weiter.

nach oben

 

Handy im Gottesdienst

Viele Menschen müssen immer erreichbar sein. Dies sind zum Beispiel Ärzte, Menschen die im Notdienst tätig sind. Bei Bedarf müssen sie immer erreichbar sein. Auch in der Kirche?

Beim Gottesdienstbesuch möchte man sich doch auf den Sinn und Zweck des Gottesdienstes konzentrieren. Die Gedanken weg vom Alltag bringen. Dazu brauch man kein Handy. Es stört eher die Gedanken.

Ein eingeschaltetes Handy überträgt Funkwellen. Auch unsere tragbare Mikrofonanlage überträgt Funkwellen. Diese stören sich gegeneinander. Dadurch entsteht ein rauschen und knistern in der Übertragung. Dies ist mehr wie störend. Es ist einfach nervend.

Aus diesem Grund:

Kein eingeschaltetes Handy in der Kirche.

Auch Stummschalten reicht nicht aus. Wirklich ausschalten.

So verläuft der Gottesdienst in der nötigen ausgeglichenen Atmosphäre.

 

nach oben

 

KirchenvereinePfarrerKinderGemeindehausKirchePfarrbüro