Evangelische Kirchengemeinde Gedern
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Kreisanzeiger vom 21.01.2009

 

 

 

 

Stimmungsvolle Verabschiedung von Ex-Dekan Volker Jung

 

 

Seit Jahresbeginn Kirchenpräsident in Darmstadt - "Prägende, maßgebende Persönlichkeit" - Deutliche Spuren in Oberhessen hinterlassen

 

LAUTERBACH (dör). Die Evangelische Kirchengemeinde Lauterbach und das Evangelische Dekanat Vogelsberg hatten eingeladen, und viele Menschen aus nah und fern waren gekommen, um dem ehemaligen Gemeindepfarrer und Dekan Dr. Volker Jung, der seit Jahresbeginn als Kirchenpräsident in Darmstadt wirkt, in einem Abschiedsgottesdienst in der Kreisstadt zu erleben.

 

Dr. Volker Jung.


Kirchenvorstandsvorsitzende Jutta Heß und die Präses des Dekanats, Annedore Radvan, begrüßten die Besucher aus vielerlei gesellschaftlichen Bereichen der Region, bevor die Feier mit dem Lied "All Things Bright and Beautiful" von der Lauterbacher Jugendkantorei unter Leitung von Dekanatskirchenmusikerin Karin Sachers eingeleitet wurde.
Im weiteren Verlauf gestalteten die Chöre der Kantorei, der Kinderkantorei und des Lauterbacher Vokalensembles musikalisch den Gottesdienst. Jungs ehemaligen Gemeindekollegen, Pfarrerin Astrid Stephan sowie Pfarrerin Karin Klaffehn und Pfarrer Stephan Klaffehn, hatten die Liturgie übernommen.
Im Mittelpunkt des Ablaufs stand neben der Predigt von Volker Jung eine Ansprache des Propstes für Oberhessen, Pfarrer Klaus Eibach, der feststellte, dass der Wechsel Jungs an die Spitze der Landeskirche in dessen Berufs- und Lebensmitte falle.
In Darmstadt sei es klimatisch wärmer als im Vogelsberg und er hoffe, so Eibach, dass Jung am Paulusplatz (dem Sitz der EKHN) viel Freundlichkeit entgegen gebracht werde. Mit der Wahl zum Kirchenpräsidenten seien neben Veränderungen für Volker Jungs Familie auch solche für die Kirchengemeinde und das Dekanat verbunden.
Jung, befand Propst Eibach weiter, sei eine "prägende, maßgebende Persönlichkeit"; seine Stellung im Vogelsberg sei unangefochten gewesen - in seiner neuen Position "werden sich kritische Stimmen mehren". Eibach zeigte sich sicher, dass der neue Präsident die Landeskirche mit seiner "Menschenfreundlichkeit, Herzenswärme und seinem sensiblen Gestaltungswillen" auf einen guten Weg führen werde. Er verlasse jetzt zwar Oberhessen, doch blieben "deutliche Spuren" seiner 18-jährigen Tätigkeit zurück.
Der Propst erinnerte sich, dass er Volker Jung als Vikar kennen gelernt habe, und schon damals sei ihm dessen "zurückhaltende, aber zielstrebige Art" aufgefallen. Mit dem damaligen Lehrpfarrer Kalbhenn sei er sich einig gewesen, dass man einen solchen Theologen in Oberhessen halten müsse.
Schon nach kurzer Zeit sei Jung als Pfarrvikar der Kirchengemeinde Stumpertenrod anerkannt und beliebt gewesen. Eibach selbst konnte ihn im Herbst 1997 ins Amt ordinieren. Später wurde Volker Jung Dekan und brachte die Fusion der Altdekanate Lauterbach und Herbstein auf den Weg, die im Juli 2000 mit der Gründung des Evangelischen Dekanats Vogelsberg vollendet wurde.
"Er ist zuerst Pfarrer mit Leib und Seele, mit Herz und Verstand", resümierte der Propst, "und sorgt auf leisen Sohlen für eine ,heilige Unruhe´. Ich spreche ihm im Auftrag der Kirchenleitung, des Leitenden Geistlichen Amts und auch persönlich Dank für sein großes Engagement aus", schloss Eibach seine bemerkenswerten Ausführungen, bevor er die offizielle Entpflichtung Dr. Jungs als Dekan und Gemeindepfarrer vornahm.
Im Anschluss an den Gottesdienst fand in der Aula der Sparkasse Oberhessen in Lauterbach ein Empfang für Volker Jung statt, bei dem eine Vielzahl an Grußworten dem ehemaligen Dekan eine tiefe Verbundenheit der Menschen aus der Region verdeutlichten.

 

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