Evangelische Kirchengemeinde Gedern
Kirche > Berichte im Kreisanzeiger vom 15.10.2006

Berichte in der Gederner Stadtnachrichten

vom 15.10.2006

 

Die neuen Fenster tragen eine tief greifende Symbolik

Gedern.   Der Bastel- und Handarbeitskreises der Frauen war kürzlich aufgelöst worden. Das mit dem Verkauf Selbstgefertigter Handarbeiten und bei Bewirtung von Veranstaltungen eingenommene Geld stellte der Kreis der Kirchengemeinde zur Verfügung, die damit neue Schmuckfenster (die Gederner Stadtnachrichten berichteten) in Auftrag gab. Diese wurden jetzt mit einem Festgottesdienst in der Stadtkirche Gederns offiziell vorgestellt.

 

Pfarrer Kurt Johann zeigte sich sehr erfreut über die große Anteilnahme an der Umgestaltung des Gotteshauses, das bekanntlich nach einem Brand vor zwei Jahren erheblichen Schaden nahm. Johann dankte insbesondere den großzügigen Spenderinnen. Deren Vertreterinnen, Annemarie Emmel und Ilona De Marinis, erhielten als äußeres Zeichen des Dankes symbolisch für die Mitglieder einen Blumenstrauß. Annemarie Emmel gab das Dankeschön an die vielen Mitarbeiterinnen, aber auch an die Käufer der Waren weiter.  „Hierfür mussten Viele Frauen lange stricken“, erklärte sie.

Hobby-Maler Horst Kissel, der als Berater der Gemeinde agiert hatte, lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Künstler Uwe Piper. Der Siegener, der an Kunstakademien in München, Wien und Paris studierte und nun je ein Atelier in Deutschland und Spanien betreibt, hat die Entwürfe in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Gederner Gemeinde erstellt.

Anschließend wurden sie vom Eichelsächser Glasbaumeister Rainer Prokasky in ihre endgültige Form gebracht. Beide Künstler hätten in der Gestaltung der Fenster eine einmalige Chance für bleibende Arbeiten gesehen und seien der Kirche deshalb nicht zuletzt deswegen finanziell erheblich entgegen gekommen.

In seiner Predigt ging Pfarrer Johann genauer auf die Bilder und ihre Darstellung der drei Erscheinungsformen Gottes ein. Bei dieser Trinität handele es sich um ein sehr komplexes Problem, in dem aber auch eine einzigartige Chance der Annäherung an den einzigen christlichen Gott liege.

Während die Fenster über der Hochzeitspforte und dem Taufbecken die Person Christi und den Heiligen Geist zeigen, fällt als zentrales Element über der Empore beim Betreten der Kirche sofort das grüne „Schöpfungsfenster“ ins Auge.

Wie Interessierte im Anschluss an den Gottesdienst während einer kleinen Führung erfuhren, werden hier die Vielfältigkeit der Natur und ihre Erschaffung dargestellt, wird ein gleichzeitiges Loslassen und Bewahren de4r Schöpfung symbolisiert. Das in Blau gestaltete „Auferstehungsfenster“ beschäftigt sich mit der Überwindung des Todes, aber auch mit Grenzen und Schwierigkeiten als bedeutsamsten Moment des christlichen Glaubens

Großes Interesse

Diese Besucher in Gederns evanglischer Kirche ließen sich bei einer Führung

nach dem Gottesdienst von Pfarrer Kurt Johann die Aussagekraft

und Symbolik der neuen Kirchenfenster erläutern.

 

Auf der in vielen Rottönen erstrahlenden gegenüberliegenden Scheibe fällt hingegen sofort das zentrale Motiv der Taube ins Auge. Sie soll an die Hoffnung Noahs, an die Vergebung der Sünden, aber natürlich auch an den zu Pfingsten über die Menschen gekommen Heiligen Geist erinnern, und ist deshalb über zwei ineinander verschränkten Händen, einem Zeichen der Gemeinschaft , angeordnet.

Diese war am Sonntag in der evangelischen Kirche zu Gedern deutlich spürbar, groß war das Interesse an den neuen Kunstobjekten, deren Einweihung mit einem feierlichen Vortag des Posaunenchores ihren würdigen Abschluss fand.

Das Schöpfungsfenster über der Bläser-Empore der evangelischen Kirche in Gedern

fällt sofort beim Betreten des Gotteshauses ins Auge.

 

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