Evangelische Kirchengemeinde Gedern
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Berichte im Kreisanzeiger vom 07.11.2005

 

 

Wir müssen diese Katastrophe als Teil der Geschichte akzeptieren“

 

Ein Jahr nach dem Brand der Gederner Kirche wurde gestern eine Gedenktafel enthüllt

 

GEDERN \sk. Die Ereignisse am Abend des 26. Oktober vergangenen Jahres wurden gestern während des Gottesdienstes in der evangelischen Kirche jedem Anwesenden wieder in die Erinnerung gerufen An jenem Tag heulten in Gedern gegen 18.30 Uhr die Feuerwehrsirenen. Nur wenige Minuten später standen unzählige Menschen rund um die evangelische Kirche. Sie wollten nicht glauben. was sie sahen: Im Gotteshaus wüteten die Flammen.

 

Den gestrigen 158. Geburtstag des Gebäudes, den Tag der Kirchweihe, nahm Pfarrer Kurt Johann zum Anlass an dieses schreckliche Ereignis zu erinnern. „Wir müssen diese Katastrophe als Teil der Geschichte akzeptieren. Auch wenn wir es ein Jahr nach dem Brand immer noch nicht verstehen können, dass unsere Kirche durch ein Feuer stark beschädigt wurde:‘ Mit diesen Worten eröffnete Johann die kleine Zeremonie. um in Erinnerung an den Brand im Kirchenschiff mit dem Wehrführer der Gederner Freiwilligen Feuerwehr, Hans-Albert Menzel. und Anke Schrempf. der Miss-Vulkania eine Gedenktafel zu enthüllen.

 

 

Pfarrer Kurt Johann und Hans-Albert Menzel, Wehrführer der Gederner Feuerwehr, die gemeinsam die Gedenktafel in der Kirche enthüllten.

 

 

Auf ihr ist der Dank an all die Menschen zum Ausdruck gebracht, die durch ihre Spenden zum Wiederaufbau der Kirche beigetragen haben. Über 55.000,- Euro waren zusammen gekommen. Auch viele Leser waren dem Spendenaufruf des Kreis-Anzeigers gefolgt und hatten somit über 10.000,- Euro zum Wiederaufbau beigetragen. Insgesamt war durch den Brand ein Schaden von rund einer halben Million Euro entstanden.

 

Johann nahm den gestrigen Tag erneut zum Anlass. vor allem den Kräften der Gederner Feuerwehr. die beim Brand dabei waren, den Dank der Kirche für ihr schnelles Eingreifen auszusprechen. Ohne deren rasche Hilfe wäre der Schaden ins Unermessliche gegangen, so der Pfarrer in seiner Predigt. Er erinnerte anlässlich des Tages der Kirchweih aber auch an die Ereignisse vor 161 Jahren. Damals brachen während des Pfingstgottesdienstes große Teile der Empore und der Decke über den Anwesenden zusammen. Zum Glück kam aber niemand zu Schaden, berichtet die Chronik. Aber es war ein Zeichen dafür, dass die damals bestehende Kirche baufällig war und abgerissen werden musste. Drei Jahre später, am ersten Wochenende im November 1847 wurde der Neubau der heutigen evangelischen Kirche geweiht. Seit diesem Tage findet alljährlich am ersten Novemberwochenende in Gedern die Kirchweih statt. Ihr weltliches Symbol ist der Kerbbaum, der seit Jahrzehnten von der Freiwilligen Feuerwehr aufgestellt wird.

 

 

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