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Aus einem Konfirmandenheft 1968 / 1969

 

In dieser Zeit wurde von den Konfirmanden ein Heft geführt. Es enthielt Biblische Texte. Bei jedem sonntäglichen Besuch in der Kirche erhielten Sie ein Bild. Dieses Bild wurde dann in diese Heft eingeklebt. Jeder Konfirmand war besessen auf dieses Bilder.

Der Einzug Jesu in Jerusalem

Luk. 19, 28-40

1.12.1968 - 1 Advent

Spruch: Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer!

Sach. 9, 9b

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Die Reise des Herrn Jesu ging nach Jerusalem. Als er an den Ölberg kam, sagte er zu zwei Jüngern: “Geht in das Dorf da drüben! Dort werdet ihr ein Eselfüllen sehen. Bindet es los und bringt es mir. Wenn jemand fragt, warum ihr das tut, dann sagt: Der Herr braucht den Esel!“ So geschah es: Der Esel stand da, und die Leute überließen ihn auch dem Herrn. Nun legten die Jünger ihre Kleider auf das Tier, und Jesus ritt auf die Stadt Jerusalem zu. - Genauso hatte es einst ein Prophet vorausgesagt, dass der König Israels ganz schlicht auf einem Esel in die Stadt einziehen würde. Hätte es aber nicht viel prächtiger ausgesehen, wenn der Herr Jesus ein stolzes Pferd gehabt hätte? So denken wir vielleicht. Aber Jesus kam nicht als hoher, strenger Herrscher, sondern als Fürst und Bringer des Friedens! Ja, er kam niedrig, als ein Helfer der Niedrigen. - Nun waren sie in Jerusalem! Da fingen die Jünger an, Gott laut zu loben. So freuten sie sich über Jesus und all sein Tun! Doch die Pharisäer ärgerten sich darüber. Jesus aber nahm die Jünger in Schutz gegen die Nörgler. Er freut sich, wenn seine Leute lobsingen! Haben wir es heute zu Advent auch schon getan?

Zacharias

Luk. 1, 5-23 57-68

8.12.1968 - 2 Advent

Spruch: Was Gott zusagt, das hält er gewiss.

Ps. 33, 4b

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Ehrfürchtig zündete der alte Priester Zacharias das duftende Räucherwerk auf dem Altar im Tempel an. Und sein Gebet stieg zu Gott empor, für sein Volk und für sein Haus. Ach, er hatte ja keinen Sohn! Nun war er alt, auch seine Frau Elisabeth. Darum konnte er nicht mehr auf einen Sohn hoffen. Da stand plötzlich ein strahlender Engel im Heiligtum und sagte: „Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet ist erhört. Elisabeth wird einen Sohn bekommen. Nennt ihn Johannes! Er wird ein Diener Gottes werden. Ja - er wird das Volk auf das Kommen des Herrn vorbereiten!“ Welche Freudenbotschaft! Doch - Zacharias glaubte dem Boten Gottes nicht! „So wirst du verstummen, bis du es erleben wirst“, sagte der Engel und ging. - Stumm kehrte Zacharias heim. Das war die Strafe für seinen Unglauben. Doch als dann der kleine Sohn wirklich da war, da staunten die Nachbarn und fragten „Wie soll er heißen? Sicher Zacharias!“ Da schrieb der Vater auf ein Täfelchen: Johannes! Wie der Engel ihm geboten hatte. Und nun durfte er wieder reden! Aus tiefstem Herzen dankte er seinem Gott und lobte ihn mit lauter Stimme. Als die Nachbarn und die anderen Leute das alles hörten, sagten sie voll Verwunderung: „Was wird wohl aus diesem Kindlein werden?“

Die Predigt des Johannes

Luk. 3, 3-18

15.12.1968 - 3Advent

Spruch: Bereitet den Weg des Herrn und machet seine Steige richtig.

Luk. 3, 4b

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Wirklich - aus Johannes war ein Diener Gottes geworden. Gott rief ihn, und er kam in die Gegend am Jordan. Er predigte den Leuten: „Tut Buße und lasst euch taufen, damit eure Sünden vergeben werden. Bereitet den Weg des Herrn! So werdet ihr den Heiland Gottes sehen!“ Als nun viele kamen, um sich taufen zu lassen, sagte Johannes: „Ihr Schlangenbrut, weil ihr Abrahams Kinder seid, meint ihr wohl, ihr könnt in Gottes Gericht ungestraft davon? Oh - ihr seid wie Bäume, denen man schon die Axt an die Wurzel gelegt hat. Ihr werdet abgehauen, wenn Ihr nicht gute Frucht bringt!“ „Was sollen wir denn tun?“, fragte das Volk. „Wer zwei Röcke hat, gebe dem ab, der keinen besitzt. Teilt auch die Speise mit den Armen!“ Als auch Zöllner und Kriegsleute kamen, um getauft zu werden, sagte Johannes: „Ihr Zöllner nehmt von den Leuten nicht mehr Geld, als erlaubt ist! Und ihr Soldaten, tut niemandem Gewalt an und seid zufrieden mit eurem Lohn!“ – „Ob Johannes wohl der Christus ist?“, fragten sich die Leute. Er aber rief: „Ich taufe euch nur mit Wasser. Aber es kommt ein Stärkerer nach mir, der wird euch mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen. Er wird einmal die Ernte der Welt einholen. Wer von euch ist dann Weizen? Und wer ist Spreu?“

Die Ankündigung der Geburt Jesu

Luk. 1, 26-38

22.12.1968 - 4 Advent

Spruch: Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe!".

Phil.4,4 + 5b

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Das war wirklich ein echter, rechter Advent-Feiertag, den Maria in Nazareth erlebte! Wir wissen nicht, was sie gerade tat. Wir könnten uns aber denken, dass sie allein in ihrem Stübchen war, ja, dass sie betete. Denn Gott weiß wohl, was wir tun und wann er am besten mit uns reden kann. Er hatte Maria heute etwas unbeschreiblich Wichtiges und Schönes mitzuteilen. Und Gabriel, einer der herrlichen Engel, sollte ihr diese Botschaft selber bringen. So steht denn plötzlich der himmlische Bote vor Maria und sagt: „Ich grüße dich, Maria! Du bist gesegnet von Gott, Er ist mit dir!“ Maria ist so erschrocken, dass sie kein Wörtlein sagt. Da schaut der Engel sie freundlich an und spricht weiter: ,,Fürchte dich nicht! Freue dich nur; denn Gott will dir einen Sohn schenken! Der soll ein Sohn des Höchsten genannt werden und ein Herrscher für alle Welt und Zeiten sein. Und sein Name soll Jesus heißen.“ ,,Aber ich verstehe nicht, wie das möglich ist“ meint Maria. „Bei Gott ist alles möglich“, antwortet der Engel. Nun sagt Maria: „Ich bin des Herrn Magd. Ich bin bereit zu allem, was du sagst.“ Da geht der Engel. - Maria aber wartet von jetzt an auf das größte Geschenk, das es gibt: Auf das himmlische Jesuskind.

Die Geburt Jesu

Luk. 2, 1-14

24/25.12.1968 - Christfest

Spruch: Euch ist heute der Heiland geboren.

Luk. 2, 11a

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„Aus Bethlehem soll der kommen, der in Israel Herr sei.“ So hatte Gott durch einen Propheten sagen lassen. - Und jetzt kam es so, dass Joseph mit Maria nach Bethlehem wandern musste. Dort sollte er sich schätzen lassen, auf Befehl des Kaisers. Das war ein weiter Weg! Müde kamen die beiden endlich an. Aber keiner wollte ihnen Obdach geben. Zuletzt fand sich ein Stall. Dort durften sie schlafen. Und in dieser Nacht wurde hier das Jesuskind geboren! Doch es hatte nicht mal ein Bettchen! So legte Maria es in eine Krippe. Da schlief es in seiner ersten Erdennacht. Noch wusste keiner, dass Gottes Sohn auf die Welt gekommen war. Aber nun geriet der Himmel in Bewegung. Und als draußen auf dem Feld Hirten ihre Schafe hüteten, trat plötzlich ein Engel des Herrn zu ihnen in strahlendem Licht. Wie erschraken da die Hirten! Doch der Engel sagte: “Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude! Denn euch ist heute der Heiland geboren! Und ihr werdet das Kindlein finden, in einer Krippe liegend!“ Jetzt kam eine Menge der himmlischen Heerscharen herzu. Die lobten und priesen: „Ehre sei Gatt n der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen‘ Staunend standen und lauschten die Hirten, bis der himmlische Chor zum Himmel auffuhr.

Die Anbetung der Hirten

Luk. 2, 15-20

29.12.1968 - 1 Sonntag nach Christfest

Spruch: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlfegallen".

Luk. 2, 14

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Nun war es wieder still und dunkel auf Bethlehems Flur. Doch schien es den Hirten, als wäre die Luft noch erfüllt vom Lobgesang der Engel! - Aber bis zum Morgen konnten sie es nicht aushalten: Sie versorgten die Schafe und liefen dann voll froher Erwartung dem Städtchen zu. Bald hatten sie im Star! das neugeborene Kindlein gefunden! Das musste es ja sein; denn in einer Krippe lag gewiss kein zweites in ganz Bethlehem! „Das ist es“ sagten die Männer. „So haben es die Engel verkündet: Euch ist heute der Heiland geboren! Und ihr werdet das Kind in einer Krippe finden!“ Voll Ehrfurcht beugten sie nun ihre Knie. Und jetzt härten auch Maria und Joseph von dem wundersamen Besuch der Engel. Aller Herzen wurden froh und lobten Gott! Noch in der Nacht sagten die Hirten auch anderen die frohe Kunde weiter. Dach dann mussten sie wieder aufs Feld hinaus. Aber - es war alles anders als vorher. Sie waren in dieser Nacht reich geworden! Denn se wussten: Uns ist der Heiland geboren. Das brachte in ihr ganzes Leben – trotz der Arbeit und Gefahr – einen frohen, hellen Glanz. – Und drüben im Stall schaute Maria in inniger Freude ihr Kindlein an. Immer wieder musste sie über das Gehörte nachdenken. Es war Wirklichkeit geworden: Christ, der Retter, ist da!

 

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